15 January 2026, 10:32

Solingen setzt auf proaktive Wirtschaftsförderung – und die Grünen applaudieren

Ein altes Stadtplan von Dlingen, Deutschland, das detaillierte Gebäude, saftig grüne Bäume und dekorative Texte zeigt, mit verschiedenen Städten, Dörfern und umliegenden Landschaften.

Solingen setzt auf proaktive Wirtschaftsförderung – und die Grünen applaudieren

Die Wirtschaftsförderung Solingen (WiFö) hat ihren Ansatz zur Unterstützung lokaler Unternehmen grundlegend geändert. Statt darauf zu warten, dass Firmen von sich aus Hilfe suchen, geht die Behörde nun proaktiv auf Solinger Betriebe zu. Die Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Veränderungen in der Stadt, darunter das Wachstum im Dienstleistungssektor und die Auswirkungen künstlicher Intelligenz.

Die Grünen begrüßen die Reformen und bezeichnen sie als Schritt zu einer besseren vor-Ort-Betreuung von Unternehmen. Die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Ruth Fischer-Bieniek und Leon Kröck, loben die neue Strategie als engagiert, lösungsorientiert und kooperativer.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Umstrukturierung der WiFö begann mit der Berufung einer dreiköpfigen Führungsmannschaft. Der Stadtkämmerer Wienicke übernahm die Geschäftsführung – ein Schritt, der der Behörde mehr Stabilität verliehen hat. Die Grünen betonen, dass das neue Team einen kollegialeren und zupackenderen Ansatz in der Wirtschaftsförderung verfolge.

Die Wirtschaft der Stadt befindet sich im Wandel: Künftiges Wachstum wird vor allem aus dem Dienstleistungsbereich erwartet, insbesondere aus dem Gesundheitssektor. Im Gegensatz zu traditionellen Industrien benötigen Gesundheitsunternehmen kleinere, zentral gelegene Flächen mit guter Verkehrsanbindung. Zudem sinkt durch die Zunahme von Homeoffice und den Fortschritt der künstlichen Intelligenz die Nachfrage nach großen Industriearealen.

Die Grünen fordern daher, Solingen solle sich auf die Vermarktung bestehender brachliegender Gewerbeflächen konzentrieren, statt Gewerbegebiete am Stadtrand auszuweiten. Gleichzeitig plädieren sie für eine stärkere regionale Zusammenarbeit und schlagen eine gemeinsame "Bergische Strategie" mit den Nachbarstädten Wuppertal und Remscheid vor. Erst kürzlich unterstützte Lise Borlak, Rektorin der Bergischen Universität Wuppertal, diesen Appell und verwies auf die Vorteile einer engeren wirtschaftlichen Verzahnung der drei Städte.

Die Veränderungen bei der WiFö spiegeln Solingens Bemühungen wider, sich an die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Mit einer aktiveren Wirtschaftsförderung und dem Fokus auf den Dienstleistungssektor will die Stadt den Anforderungen moderner Unternehmen gerecht werden. Der Vorstoß der Grünen für mehr regionale Kooperation könnte zudem prägen, wie Solingen und seine Nachbarn künftige Entwicklungen gestalten.