SPD in NRW ohne Spitzenkandidat: Sören Link lehnt Landeswahlkampf 2027 ab
Paulina MangoldSPD in NRW ohne Spitzenkandidat: Sören Link lehnt Landeswahlkampf 2027 ab
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link hat die Chance abgelehnt, die SPD als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen anzuführen. Seine Absage kommt trotz massiver Unterstützung aus den eigenen Reihen, darunter von Bundesarbeitsministerin Barbara Bas. Die Entscheidung zwingt die SPD nun, nach einem neuen Kandidaten zu suchen, der gegen CDU-Chef Hendrik Wüst antreten kann.
Berichten zufolge hatte SPD-Vorsitzende Bas Link bereits im Januar als möglichen Spitzenkandidaten ins Spiel gebracht. Sein Name gewann an Bedeutung, während die SPD in Umfragen weiter an Boden verlor – aktuell liegt die Partei bei nur noch 17 bis 18 Prozent, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 26,7 Prozent bei der Wahl 2022. Die CDU hingegen legt zu und kommt in Umfragen auf 35 bis 38 Prozent.
Link machte in einem Interview mit der Bild deutlich, dass er an seinem Posten festhalte. Er betonte, seine Wiederwahl zum Oberbürgermeister von Duisburg sei ein direkter Auftrag der Wähler. Die Arbeit für die Stadt bleibe für ihn Vorrang vor einem Landeswahlkampf.
Die nächste Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist für den 25. April 2027 angesetzt. Ohne Link muss die SPD nun neu aufstellen und einen Kandidaten finden, der die Lücke zu Wüsts CDU schließen kann.
Links Entscheidung schwächt die SPD-Strategie für 2027 spürbar. Die Partei steht nun vor der Herausforderung, einen Alternativkandidaten zu präsentieren, der gegen die starke Umfrageposition der CDU bestehen kann. Das Ergebnis wird den Wahlkampf um die nächste Landesregierung in Nordrhein-Westfalen maßgeblich prägen.






