SPD Rhein-Berg ruft 2026 zum Kampf gegen Rechtsextremismus und für Demokratie auf
Eggert StriebitzSPD Rhein-Berg ruft 2026 zum Kampf gegen Rechtsextremismus und für Demokratie auf
SPD Rhein-Berg bezieht beim Neujahrsempfang klar Position: 2026 steht im Zeichen der Verteidigung der Demokratie und der Abwehr rechtsextremer Tendenzen
Beim Neujahrsempfang des SPD-Kreisverbands Rhein-Berg stand die Botschaft für das Jahr 2026 fest: Es gelte, die Demokratie zu verteidigen und sich entschieden gegen Rechtsextremismus zu stellen. Gastrednerin Lindh warnte vor der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz von Rassismus und Desinformation. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Poetry-Slam-Künstlerin Luca Swieter, die zu kritischem Denken und Zusammenhalt aufrief.
Lindh betonte die Gefahren einer schleichenden Normalisierung berge rechtsextremer Positionen. Verachtung für die Menschenwürde, Rassismus und Lügen würden zunehmend salonfähig, so ihre Warnung. Mit den Worten "Es ist nicht das Normale, das extrem wird – es ist das Extreme, das normal wird" richtete sie sich besonders gegen die AfD, der sie vorwarf, gezielt Falschinformationen zu verbreiten und Sympathien für autoritäre Regime zu zeigen.
Die Rednerin unterstrich, dass Demokratie nicht nur verteidigt, sondern aktiv gestärkt werden müsse. Die Auseinandersetzung mit der AfD dürfe dabei keine taktische Frage sein, sondern sei eine Notwendigkeit. Kritisch äußerte sie sich auch über rechtspopulistische Akteure, die Patriotismus missbrauchten, um Vielfalt abzulehnen und Solidarität zu verweigern.
Die Poetry-Slammerin Luca Swieter forderte in ihrem Beitrag die Zuschauerinnen und Zuschauer heraus, gedankenlosen Aktivismus zu hinterfragen. Ihr Auftritt appellierte an das Publikum, kritisch zu denken und unsinnigen Diskursen in der Öffentlichkeit eine Absage zu erteilen. Der SPD-Kreisverband Rhein-Berg griff diese Haltung in einem veröffentlichten Statement auf und warnte vor einer schleichenden Gewöhnung berge rechtsextreme Positionen.
Der Empfang setzte damit einen deutlichen Akzent für das Jahr 2026: Gefordert werden Verfassungs patriotismus und eine offene, demokratische Gesellschaft. Sowohl Lindhs Ausführungen als auch Swieters Performance unterstrichen die Notwendigkeit, wachsam gegen Extremismus zu bleiben. Die Veranstaltung endete mit einem erneuten Bekenntnis zu Solidarität und aktivem demokratischem Engagement.