Stellantis-Händler fordern mehr Unterstützung bei sinkenden Gewinnen und Lieferengpässen
Wally KlemtStellantis-Händler fordern mehr Unterstützung bei sinkenden Gewinnen und Lieferengpässen
Rund 300 Händler der Marken Citroën, DS und Peugeot trafen sich kürzlich in Köln mit Führungskräften des Stellantis-Konzerns. Im Mittelpunkt der Gespräche standen drängende Themen wie sinkende Gewinne, steigende Kosten und Pläne, den Absatz in Deutschland bis 2026 zu steigern.
Während des Treffens benannten die Händler mehrere anhaltende Herausforderungen. Viele äußerten Frust über sinkende Restwerte bestimmter Modelle, Lieferengpässe bei Ersatzteilen und komplizierte Garantieabwicklungen. Sie forderten bessere Strategien für den Wiederverkauf sowie effizientere Serviceleistungen im Aftersales-Bereich.
Stellantis reagierte mit Zusagen zu verbesserten Liquiditätsmaßnahmen, um die Rentabilität ab 2026 zu erhöhen. Das Unternehmen kündigte zudem an, administrative Prozesse zu vereinfachen und die Außendienstteams auszubauen, um die Händler zu entlasten.
Peugeot startet eine kurzfristige Kampagne zur Unterstützung junger Leasingrückläufer, gemeinsam mit der Stellantis Financial Services. Citroën verlängerte unterdessen die Garantie auf bis zu acht Jahre – sowohl für Verbrenner- als auch für Elektromodelle – als Reaktion auf jüngste Rückrufaktionen.
Trotz der Bedenken bezeichnete der Verband der deutschen Citroën-, DS- und Peugeot-Vertragspartner die Konferenzatmosphäre als positiv. Alle drei Marken bleiben darauf fokussiert, ihren Marktanteil in Deutschland bis 2026 auszubauen – sowohl bei klassischen als auch bei Elektrofahrzeugen.
Das Treffen endete mit dem Bekenntnis von Stellantis zu Liquiditätsverbesserungen und schlankeren Abläufen. Die Händler werden nun genau beobachten, ob sich konkrete Fortschritte bei Rentabilität, Ersatzteilversorgung und Garantieabwicklung ergeben. Die Marken bereiten sich unterdessen auf ihre Absatzoffensive 2026 in Deutschland vor.






