Stögers Traumtor krönt sein 200. Bundesliga-Spiel für Gladbach
Kevin Stöger feiert sein 200. Bundesliga-Spiel mit einem spektakulären Freistoßtor für Borussia Mönchengladbach
Mit einem atemberaubenden Freistoßtreffer markierte Kevin Stöger sein 200. Bundesliga-Spiel für Borussia Mönchengladbach. Sein erstes SaisonsTor fiel am 26. Spieltag gegen den FC St. Pauli – ein Moment der Genugtuung für den Mittelfeldspieler, der nach einem holprigen Saisonstart sogar mit einem Wechsel im Winter in Verbindung gebracht worden war.
Stögers Saison begann enttäuschend: schwache Leistungen und ungenaue Pässe ließen ihn zeitweise auf der Ersatzbank landen. Gerüchte über einen möglichen Wechsel im Januar machten die Runde, doch er entschied sich zu bleiben und um seinen Platz zu kämpfen. Unter Trainer Eugen Polanski arbeitete er sich mit neuem Elan und gesteigerter Einsatzbereitschaft allmählich zurück in die Startelf.
Der Wendepunkt kam am 13. März 2026. Als Mönchengladbach etwa 25 Meter vor dem Tor einen Freistoß zugesprochen bekam, trat Stöger an. Extra-Stunden mit dem Co-Trainer beim Üben von Standards hatten sich ausgezahlt – sein Schuss war präzise, mit Tempo und Effet platziert, sodass der FC-St.-Pauli-Torhüter keine Chance hatte. Der Ball landete im oberen linken Eck.
Es war das erste direkte Freistoßtor für die Fohlen seit Dezember 2020 – und gleichzeitig das Ende von Stögers langer Torflaute in dieser Saison. Selbst der gegnerische Trainer lobte nach dem Spiel die Qualität des Treffers. Stöger selbst führte seine verbesserte Konzentration auf ein starkes Umfeld und den Rückzug aus sozialen Medien, insbesondere Instagram, zurück.
Polanski hatte den Mittelfeldspieler immer wieder für seinen Verbesserungswillen gelobt – ein Vertrauen, das sich nun mit diesem Glanzmoment auszahlte. Der Treffer beflügelte nicht nur die Mannschaft, sondern brachte auch die frühen Kritiker zum Schweigen.
Stögers grandioser Freistoß sicherte Mönchengladbach einen wichtigen Punkt und war zugleich ein persönlicher Triumph. Nach monatelangem Ringen hatte sich sein Durchhaltevermögen ausgezahlt und seinen Platz im Team gefestigt. Gleichzeitig unterstrich das Tor seine technische Klasse und erinnerte daran, warum er nach wie vor ein Schlüsselspieler für den Verein ist.