Streit um Fronhof-Neugestaltung: Bürgerinitiative fordert Masterplan statt Einzelmaßnahmen
Eggert StriebitzStreit um Fronhof-Neugestaltung: Bürgerinitiative fordert Masterplan statt Einzelmaßnahmen
Eine lokale politische Initiative in Münster hat Bedenken gegen die Pläne zur Neugestaltung des Fronhof-Platzes geäußert. Die Bürgerinitiative SG zukunft kritisiert, dass der aktuelle Entwurf weder eine klare Strategie noch eine ausreichende Abstimmung erkennen lasse. Federführend bei der Umgestaltung ist die Münstersche die grünen-Fraktion (Bündnis 90/Die Grünen).
SG zukunft betont, grundsätzliche Veränderungen des Areals nicht abzulehnen. Die Gruppe befürwortet dringend notwendige Sanierungsarbeiten am Fronhof, die seit Jahren aufgeschoben wurden. Allerdings lehnt sie weitere gestalterische Maßnahmen strikt ab, solange kein übergeordnetes Konzept vorliegt.
Die Initiative besteht darauf, dass keine größeren Investitionen getätigt werden sollten, bevor der neu geschaffene Innenstadtstab der Stadt seine Arbeit aufnimmt. Zunächst müsse ein umfassendes Revitalisierungskonzept für die Münstersche Innenstadt erarbeitet werden, so SG zukunft. Ohne eine solche Grundlage drohe die Neugestaltung des Platzes Stückwerk zu bleiben und ihre Wirkung zu verfehlen.
Kritik übt die Gruppe insbesondere an der Vorgehensweise der die grünen, der sie mangelnde Transparenz vorwirft. SG zukunft fordert einen abgestimmten Masterplan, bevor weitere Änderungen am Fronhof oder im umliegenden Bereich vorgenommen werden.
Der Streit spiegelt unterschiedliche Vorstellungen wider, wie sich das Münstersche Stadtzentrum entwickeln soll. Durch die Haltung von SG zukunft könnten zusätzliche gestalterische Eingriffe am Fronhof verzögert werden. Der Appell der Initiative für ein ganzheitliches Konzept deutet darauf hin, dass die Debatte über die Zukunft des Platzes noch lange nicht abgeschlossen ist.