Streit um historischen Grenzstein: Lippe oder Preußen – wer behält das Erbe?
Wally KlemtStreit um historischen Grenzstein: Lippe oder Preußen – wer behält das Erbe?
Historischer Grenzstein zwischen Lippe und Preußen Thema im Landtag
Teaser: Wo soll der alte Grenzstein zwischen Lippe und Preußen stehen? Darüber wird bald im nordrhein-westfälischen Landtag diskutiert.
Artikeltext: Ein historischer Grenzstein, der einst die Grenze zwischen Lippe und Preußen markierte, steht nun im Mittelpunkt eines Streits. Der als Grenzstein Nr. 10 bekannte Stein wurde wegen Straßenbauarbeiten von seinem ursprünglichen Standort bei Hissem entfernt und befindet sich nun im Bielefelder Stadtteil Ubbedissen. Bürgerinitiativen aus Asemissen setzen sich für seine Rückkehr ein – die Angelegenheit wird demnächst im Landtag von Nordrhein-Westfalen beraten.
Der Stein wurde 1753 im Rahmen eines Grenzvertrags zwischen Lippe-Detmold und Preußen aufgestellt. Der Vermessungsmajor v. Dalwig platzierte ihn an der Schwamenkulle nördlich von Hissem, um Streitigkeiten über Gebiete wie das Legdenmoor beizulegen. Der Grenzstein wurde exakt sechs Ruten von einem markanten Punkt entfernt aufgestellt, der als „Drei Linden“ bekannt war.
Die Debatte um Grenzstein Nr. 10 unterstreicht die anhaltende Bedeutung historischer Grenzmarkierungen. Sollte er zurückkehren, stünde der Stein wieder an seinem ursprünglichen Ort von 1753. Die endgültige Entscheidung liegt nach weiteren Prüfungen beim Landtag.






