02 May 2026, 22:26

Streit um städtischen Verfall: Krefelds OB attackiert Kanzler Merz

Schwarze und weiße Karte von Stadt Sigra, Deutschland, zeigt ein detailliertes Layout von Gebäuden und Straßen mit Textanmerkungen.

Krefelds Bürgermeister kritisiert Merz und fordert mehr Finanzierung - Streit um städtischen Verfall: Krefelds OB attackiert Kanzler Merz

Ein öffentlicher Streit ist zwischen Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) und Bundeskanzler Friedrich Merz über den Verfall deutscher Städte entbrannt. Meyer warf Merz vor, keine echten Lösungen für anhaltende Probleme wie Vermüllung und marode Infrastruktur anzubieten. Der Konflikt entstand nach Merz’ jüngsten Äußerungen, in denen er städtische Missstände mit Migranten ohne Aufenthaltsrecht in Verbindung brachte.

Merz hatte zuvor behauptet, die Bundesregierung gehe die Probleme in den Städten durch strengere Abschiebepraktiken an. Viele der Schwierigkeiten führten er auf Migranten zurück, die keiner Arbeit nachgingen, über keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus verfügten und sich weigerten, deutsche Gesetze einzuhalten. Seine Aussagen lösten scharfe Reaktionen bei kommunalen Verantwortungsträgern aus.

Frank Meyer wies die Erklärungen des Kanzlers als unangemessen für dessen Amt zurück. Er schilderte den täglichen Kampf in Krefeld, wo Reinigungskräfte Müll beseitigen, der kurz darauf wieder auftaucht. Der Oberbürgermeister verwies zudem auf weitergehende Herausforderungen wie Obdachlosigkeit, psychische Erkrankungen und aggressives Betteln in bestimmten Stadtvierteln.

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Meyer kritisierte Merz’ Fokus auf die Herkunft von Migranten als „abwegig und kontraproduktiv“. Stattdessen forderte er angemessene finanzielle Unterstützung für Städte wie Krefeld und andere in Nordrhein-Westfalen. Zu den dringendsten Problemen zählte er Vermüllung, kämpfende Einzelhändler, mangelhafte Beleuchtung und verfallende Infrastruktur – allesamt Bereiche, die sofortige Mittel und Maßnahmen erforderten.

Der Disput verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen kommunalen und bundesweiten Verantwortlichen beim Thema städtischer Verfall. Während Krefelds Oberbürgermeister auf konkrete Finanzhilfen pocht, verknüpft der Kanzler die Probleme mit der Migrationspolitik. Städte in der gesamten Region stehen unter ähnlichem Druck – eine baldige Lösung ist nicht in Sicht.

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