25 March 2026, 00:35

Strengere Regeln für Jagdscheine im Kreis Herford – was sich jetzt ändert

Schwarze und weiße Zeichnung von Menschen in einem Feld mit Fackeln, umgeben von Bäumen, Tieren und fliegenden Vögeln, mit dem Text "Jagen in den Vereinigten Staaten von Amerika" unten.

Strengere Regeln für Jagdscheine im Kreis Herford – was sich jetzt ändert

Neue Bundesgesetze ändern die Bearbeitung von Jagdscheinen im Kreis Herford

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Durch neue bundesweite Regelungen hat sich das Verfahren für die Erteilung von Jagdscheinen im Kreis Herford grundlegend geändert. Die Vorschriften sehen nun strengere Zuverlässigkeitsprüfungen vor und binden mehr Behörden in den Genehmigungsprozess ein. Antragsteller, die aus anderen Bundesländern zugezogen sind und sich in den letzten zehn Jahren im Kreis niedergelassen haben, werden besonders gründlich geprüft.

Die Änderungen gehen auf das Gesetz zur Verbesserung der inneren Sicherheit und des Asylsystems zurück, das sowohl das Waffengesetz als auch das Bundesjagdgesetz novelliert hat. In der Folge hat das Bundesinnenministerium die Überprüfung der Zuverlässigkeit aller Antragsteller ausgeweitet. Die zuständige Jagdbehörde des Kreises muss vor der Genehmigung eines Jagdscheins nun zwingend die örtliche Polizei sowie das Zollkriminalamt einbeziehen.

Bisher wurden Anträge bei vollständiger Unterlagenlage oft innerhalb weniger Tage bearbeitet. Durch die zusätzlichen Prüfschritte verlängert sich das Verfahren nun deutlich. Zwar müssen Bewerber keinen Nachweis über eine Jagdhaftpflichtversicherung mehr vorab einreichen, dieser ist jedoch für die endgültige Genehmigung nachzureichen.

Aktuell gibt es im Kreis Herford rund 2.400 Inhaber eines gültigen Jagdscheins. Jährlich werden bis zu 500 Genehmigungen neu ausgestellt oder verlängert. Wer einen bis zum 31. März 2026 befristeten Schein besitzt, sollte den Verlängerungsantrag ab dem 1. Dezember 2025 stellen. Sämtliche Anträge laufen über das Online-Serviceportal des Kreises unter dem Menüpunkt "Öffentliche Sicherheit und Einbürgerung".

Exakte Zahlen zu neu erteilten oder verlängerten Jagdscheinen für das Jahr 2024 liegen noch nicht vor. Offizielle Statistiken müssten von der Kreisverwaltung Herford oder dem Deutschen Jagdverband (DJV) angefordert werden.

Die überarbeiteten Verfahren bedeuten für Antragsteller längere Bearbeitungszeiten und umfassendere Prüfungen. Betroffene sollten sich auf zusätzliche Anforderungen einstellen – insbesondere, wenn sie innerhalb der letzten zehn Jahre in den Kreis gezogen sind. Die Behörde stellt weiterhin Jagdscheine aus und verlängert diese, doch müssen sich Bewerber nun an strengere Fristen und Dokumentationspflichten halten.

Quelle