01 February 2026, 00:59

Streusalz-Knappheit in Ibbenbüren: Nebenbahnen werden kaum noch geräumt

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen auf einer schneebedeckten Straße, gesäumt von Laternen, Texttafeln, Bäumen und Gebäuden unter einem verschneiten Himmel.

Streusalz-Knappheit in Ibbenbüren: Nebenbahnen werden kaum noch geräumt

Strenger Winter zehrt an Streusalzvorräten in Nordrhein-Westfalen – Ibbenbüren muss Einschnitte hinnehmen

Die anhaltende Winterwitterung hat in dieser Saison die Streusalzreserven in Nordrhein-Westfalen stark belastet. In Ibbenbüren sind die Vorräte nun vollständig aufgebraucht, sodass Nebenbahnen und weniger wichtige Verbindungen nur noch eingeschränkt geräumt werden können. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, unnötige Fahrten zu vermeiden und sich auf eingeschränkte Dienstleistungen in einigen Gebieten einzustellen.

Seit Beginn des Winters 2025/26 haben anhaltende Kälte und häufige Schneefälle den Salzverbrauch in die Höhe getrieben. Zahlreiche Kommunen, darunter Marsberg, Schmallenberg und Nordwalde, melden schrumpfende Bestände, während im Kreis Minden-Lübbecke Lieferverzögerungen die Lage verschärfen. Ende Januar 2026 erhalten bereits einige untergeordnete Straßen und Radwege wegen der Knappheit weniger Streuung.

Das Kommunale Bau- und Servicebetrieb Ibbenbüren (BIBB) arbeitet im Schichtbetrieb, um die Hauptverkehrsadern freizuhalten. Dauerfrost, Schnee, Regen und Glatteis haben den Bedarf jedoch auf ein ungewöhnlich hohes Niveau getrieben – die Stadt ist nun komplett ohne Salz. Folge: Auf lokalen Straßen müssen die Dienstleistungen zurückgefahren werden.

Nicht alle Regionen sind gleichermaßen betroffen. Arnsberg, Winterberg und die landeseigenen Straßen verfügen nach jüngsten Nachlieferungen noch über rund 400 Tonnen. Autobahnen und Bundesstraßen sind besser versorgt: Trotz erhöhten Verbrauchs bleibt ein Notvorrat von 25.000 Tonnen reserviert. Priorität haben stark frequentierte und verkehrswichtige Routen – Nebenbahnen müssen dagegen zurückstehen.

Angesichts der Salzknappheit konzentrieren sich Ibbenbüren und andere betroffene Gebiete darauf, die Hauptverkehrswege befahrbar zu halten. Die Bürger werden aufgefordert, auf nicht zwingende Autofahrten zu verzichten und bei unvermeidbaren Fahrten auf Winterreifen zu achten. Die Situation zeigt, wie sehr die Winterdienste durch die extremen Wetterbedingungen an ihre Grenzen gebracht werden.