23 June 2026, 22:21

Studie zeigt: Milliarden sparen durch clevere Netzanbindung erneuerbarer Energien

EWI: Überkapazitäten bei Stromnetzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduzieren die Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro jährlich

Studie zeigt: Milliarden sparen durch clevere Netzanbindung erneuerbarer Energien

Energiewirtschaftliches Institut der Universität zu Köln veröffentlicht Studie zur Optimierung von Netzanbindungen für Erneuerbare Energien

Das Energiewirtschaftliche Institut (EWI) der Universität zu Köln hat eine Studie vorgelegt, die sich mit der Optimierung von Netzanschlüssen für erneuerbare Energien befasst. Darin werden die finanziellen und betrieblichen Herausforderungen beim Ausbau der Verteilnetze analysiert, um die wachsende Nachfrage zu decken. Die Forschung schlägt neue Ansätze vor, um Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Netzbetreiber stehen unter Druck, da der Bedarf an neuen Stromleitungen mit dem Ausbau erneuerbarer Energien steigt. Der Ausbau dieser Netze wird bis 2045 durchschnittlich 350 Milliarden Euro kosten, wobei die Anschlusskosten pro Kilowatt zwischen 61 und 180 Euro liegen.

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Das EWI empfiehlt, Solar- und Windkraftanlagen an gemeinsamen Netzanschlusspunkten zu bündeln. Dadurch könnten jährlich 1,8 Milliarden Euro eingespart werden, indem die Netzauslastung verbessert und die Abregelung von Erzeugungsanlagen reduziert wird. Allerdings könnte die gemeinsame Nutzung von Anschlüssen auch dazu führen, dass erneuerbare Energien häufiger vorübergehend vom Netz genommen werden müssen.

Die Studie weist darauf hin, dass die aktuellen Anreize zur Optimierung des Netzzugangs unzureichend sind. Diese Lücken können zu Wohlfahrtsverlusten führen. Um dem entgegenzuwirken, könnten Batteriespeicher, die hinter den Anschlusspunkten installiert werden, helfen, Energieverluste zu minimieren. Der Nettoeffizienzgewinn durch geringere Verteilungskosten und reduzierte Abregelung wird auf 800 Millionen Euro pro Jahr geschätzt.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, Kosten zu senken und die Netzeffizienz zu erhöhen. Durch die Bündelung erneuerbarer Anlagen und den Einsatz von Batteriespeichern ließen sich Milliarden einsparen und aktuelle Ineffizienzen beheben. Die Ergebnisse der Studie bieten eine Roadmap für einen nachhaltigeren und kostengünstigeren Netzausbau.

Quelle