06 January 2026, 11:17

Stuttgart drohen Millionenkosten nach rechtswidriger Hochhaus-Räumung 2017

Ein beschädigtes Auto mit Bildern und Zitaten darauf, das vor einem bewaldeten Gebiet geparkt ist.

Stuttgart drohen Millionenkosten nach rechtswidriger Hochhaus-Räumung 2017

Ein Gericht hat die Räumung eines Stuttgart Hochhaus-Wohnkomplexes im Jahr 2017 für rechtswidrig erklärt. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster könnte die Stadt nun Millionen an Entschädigungszahlungen kosten. Der ehemalige Eigentümer, Peter Schürmann, könnte Schadensersatz für entgangene Mieteinnahmen über Jahre hinweg geltend machen.

Im Mittelpunkt des Falls steht die Räumung von 412 Wohnungen in einem Stuttgart Hochhaus, die die Stadt 2017 durchführte. Das Gericht erklärte die Maßnahme in seinem Urteil vom November 2025 als unverhältnismäßig und damit rechtswidrig. Schürmann, dessen Unternehmen Wohnbau Nord Westfalen GmbH den Komplex zuvor besaß, profitiert von dem Urteilsspruch.

Die Stadt gibt sich mit dem Richterspruch jedoch nicht geschlagen. Die Dortmunder Feuerwehr und die Rechtsabteilung haben bereits Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt. Die Behörden haben nun bis zum 26. Januar 2026 Zeit, ausführliche Begründungen für eine Überprüfung an die Leipziger Richter zu übermitteln.

Sollte das Urteil Bestand haben, könnten die finanziellen Folgen für Stuttgart gravierend sein. Der ehemalige Eigentümer könnte Forderungen auf Schadensersatz für mehrere Jahre ausgefallener Mieteinnahmen aus den betroffenen Immobilien stellen.

Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts konfrontiert Stuttgart mit einer potenziell Millionen schweren Rechnung. Der Gang der Stadt vor das Bundesverwaltungsgericht wird entscheiden, ob das Urteil rechtskräftig wird. Bis dahin bleibt der Fall offen – weitere rechtliche Schritte werden für Anfang 2026 erwartet.

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