08 December 2025, 16:58

Tag der Deutschen Einheit: Hattingen sucht den Dialog über DDR-Geschichten

Ein Versammlungsraum mit einer Gruppe von Menschen auf Stühlen, zwei ausländische Flaggen, ein oranger Schreibtisch mit Wasserflaschen und ein Mikrofon.

Tag der Deutschen Einheit: Hattingen sucht den Dialog über DDR-Geschichten

Viele Gruppen haben sich in Hattingen zusammengefunden: Ein internationales Frauenkaffee im Holschentor, Menschen aus der Türkei in einer Moschee oder einem Fußballverein – doch gab es jemals einen Debatten- oder Erzählkreis, in dem sich Menschen trafen, die Verbindungen zur DDR hatten?

Eine Schriftstellerin mit tiefen Wurzeln in Ostdeutschland hat persönliche Schicksalsschläge geteilt, die eng mit der Geschichte der Region verknüpft sind. 1945 auf Rügen geboren, wurde sie kurz nach ihrer Geburt in ein Kinderheim nach Wuppertal gebracht. Noch Jahrzehnte später, selbst nach dem Mauerfall, stieß sie auf Vorurteile.

Ihre Verbindung zur DDR begann mit ihrer Geburt. Ihre Mutter, die auf Rügen lebte, gab sie nach Kriegsende in ein Kinderheim in Westdeutschland. Jahre später nahm sich ihre Mutter das Leben – ein Verlust, der tiefe Spuren hinterließ.

Die Geschichte der Autorin wirft ein Licht auf die bis heute nachwirkenden Gräben zwischen Ost und West. Ihre Ablehnung als Lehrerin, der tragische Tod der Mutter und alltägliche Diskriminierungserfahrungen zeigen, wie ungelöst die Spannungen noch immer sind. In Hattingen fehlt es – anders als bei anderen aktiven Gemeinschaften – an einem Kreis, der sich gezielt mit der DDR-Geschichte auseinandersetzt.

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