22 January 2026, 21:14

Theaterstück über Walter Lübckes Mord zeigt die brutale Realität des Rechtsextremismus

Ein Plakat des Royal Lyceum Theatre zeigt eine Gruppe von Menschen um einen Tisch mit verschiedenen Gegenständen herum, mit dem Text "Ich beziehe mich auf den Zeugen, der vom Feind festgehalten wird, Akt II" oben und unten.

Theaterstück über Walter Lübckes Mord zeigt die brutale Realität des Rechtsextremismus

Ein neues Theaterstück untersucht den Aufstieg des Rechtsextremismus in Deutschland – inspiriert vom Mord an Walter Lübcke

Der ehemalige Regierungspräsident von Kassel wurde am 2. Juni 2019 vor seinem Haus erschossen. Die Produktion des Westfälischen Landestheaters setzt sich mit den Bedrohungen auseinander, denen Politiker ausgesetzt sind, und den Gefahren für die Demokratie.

Das Stück zeichnet die Ereignisse nach, die zu Lübckes Ermordung führten, darunter seine Rede bei einer öffentlichen Veranstaltung in Lohfelden am 14. Oktober 2015. Dieser Auftritt löste eine Welle des Hasses in rechtsextremen Online-Foren aus. Der verurteilte Mörder Stephan Ernst hatte an derselben Veranstaltung teilgenommen und stand seit den 1990er-Jahren unter Beobachtung der Behörden. Seine Radikalisierung verschärfte sich zwischen 2015 und 2019.

Gefördert wird die Inszenierung von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und hat die Unterstützung von Lübckes Familie. Im Mittelpunkt stehen die zunehmende Bewaffnung rechtsextremer Bewegungen und die realen Folgen für Personen des öffentlichen Lebens. Viele Politiker sind regelmäßig Beleidigungen und Todesdrohungen ausgesetzt – eine Realität, die das Stück auf die Bühne bringt.

Karten für die Vorstellung sind ab sofort erhältlich und kosten zwischen 15 und 26 Euro. Ermäßigungen gibt es für Studierende, Schüler sowie Bundesfreiwilligendienstleistende. Erworben werden können sie über das Zentrale Kultur- und Tourismusbüro oder im Webshop des Kulturamts.

Mit der Produktion will das Westfälische Landestheater die Gefahren des Extremismus und den Druck auf Amtsträger ins Bewusstsein rücken. Durch die Auseinandersetzung mit dem Fall Lübcke unterstreicht es die anhaltenden Risiken für die Demokratie. Das Stück dient zugleich als Mahnmal und Warnung vor den Folgen ungebremsten Hasses.

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