Ungewisse Zukunft: Q1-Jugendzentrum in Bergisch Gladbach vor Ratsentscheidung
Wally KlemtUngewisse Zukunft: Q1-Jugendzentrum in Bergisch Gladbach vor Ratsentscheidung
Die Zukunft des Q1-Jugendzentrums in Bergisch Gladbach bleibt ungewiss, während der Stadtrat eine richtungsweisende Entscheidung vorbereitet. Das 73 Jahre alte Gebäude, das derzeit einer Pfadfindergruppe als Heim dient, ist in schlechtem Zustand und bedarf dringend einer neuer Sanierung. Ein endgültiger Vorschlag wird in der Ratssitzung am 24. März vorgelegt.
Der bauliche Zustand wirft Sicherheitsbedenken auf: Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, sind dringende Reparaturen nötig. Zurzeit stehen zwei Optionen zur Diskussion: eine Komplettsanierung für rund neun Millionen Euro, die mindestens 31 Monate dauern würde, oder eine Übergangslösung mit grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen – deren genaue Kosten jedoch noch unklar sind.
Die Evangelische Kirche, die derzeit für das Gelände verantwortlich ist, wird den Status quo bis Oktober aufrechterhalten. Die Pfadfinder lehnen beide Pläne entschieden ab, da sie Befürchtungen wegen Einschränkungen ihrer Aktivitäten haben. Die evangelische Kirchengemeinde hingegen unterstützt einen Umzug des Jugendzentrums und schlägt das Zanders-Gelände als möglichen neuen Standort vor.
Bürgermeister Frank Stein und die Stadtverwaltung müssen nun abwägen: die finanzielle Belastung einer Sanierung gegen die praktischen Vorteile eines Umzugs. Die Entscheidung des Rates im März wird darüber entscheiden, ob das Gebäude gerettet oder zugunsten eines Neuanfangs an anderer Stelle aufgegeben wird.
Die anstehende Abstimmung wird die Zukunft des Q1-Jugendzentrums prägen – mit Auswirkungen auf die Pfadfinder und die gesamte Gemeinde. Falls sich der Rat für einen Umzug entscheidet, könnte das Zanders-Gelände zum neuen Zentrum für Jugendaktivitäten werden. Bei einer Sanierung wäre mit einem langwierigen und kostspieligen Projekt zu rechnen, bevor das Gebäude wieder sicher genutzt werden kann.






