Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein politischer Aufstieg mit Vision
Eggert StriebitzVerena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein politischer Aufstieg mit Vision
Verena Schäffer ist als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen vereidigt worden. Die 39-jährige Politikerin der Grünen trat ihr Amt am Mittwochmorgen an und folgt damit auf Josefine Paul, die nach ihrem Rücktritt aus der Regierung ausgeschieden war. Schäffers Ernennung krönt einen rasanten politischen Aufstieg, der durch ihren Einfluss als Fraktionsvorsitzende in der Landesregierung geprägt wurde.
Ihre politische Laufbahn begann früh: Mit 18 Jahren trat sie den Grünen bei, und bereits mit 19 saß sie im Vorstand der Grünen Jugend in Nordrhein-Westfalen. Mit nur 24 Jahren zog sie als jüngste Abgeordnete in den Landtag ein, wo sie den Wahlkreis Ennepe-Ruhr-Kreis II vertrat.
Bevor sie in die Politik ging, studierte Schäffer Geschichte und Jüdische Studien an der Universität Düsseldorf. Ihr akademischer Werdegang und ihr frühes Engagement bildeten die Grundlage für ihre spätere Arbeit als Abgeordnete.
Als Fraktionsvorsitzende spielte Schäffer eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Koalitionspolitik. Sie setzte sich unter anderem für die Einrichtung eines "Kinderzimmers" im Landtag ein – ein Zeichen für ihre familienfreundliche Ausrichtung. Ihr Einsatz gilt zudem der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den Rechten von Frauen sowie der Bekämpfung des Rechtsextremismus.
Die Vereidigung am 27. Januar 2026 erfolgte einen Tag nach Josefine Pauls Rücktritt, der auf anhaltende Kritik wegen Kommunikationspannen folgte. Damit war der Weg für Schäffers Beförderung frei.
Schäffer, Mutter von zwei Kindern, hat immer wieder die Herausforderungen betont, Familie und politische Karriere unter einen Hut zu bringen. Ihre persönlichen Erfahrungen fließen in ihre Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen für berufstätige Eltern ein.
Mit Schäffer übernimmt nun eine Politikerin die Leitung des Ministeriums, die für ihren sachpolitischen Ansatz und ihre praktische Erfahrung bekannt ist. Ihre Ernennung markiert einen Führungswechsel mit Fokus auf konkrete Reformen in den Bereichen Familie, Gleichstellung und Integration. Der Übergang gestaltete sich reibungslos nach dem Ausscheiden ihrer Vorgängerin.