Verkehrsausschuss beschließt Maßnahmenprogramm 2026 – doch Personalmangel bremst Fortschritt
Evelin KostolzinVerkehrsausschuss beschließt Maßnahmenprogramm 2026 – doch Personalmangel bremst Fortschritt
Ausschuss für Mobilität und Verkehr prüft wichtige Straßenprojekte
In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Mobilität und Verkehr mehrere zentrale Verkehrsvorhaben begutachtet. Zu den Beschlüssen zählte die Verabschiedung eines neuen Maßnahmenprogramms für 2026, während gleichzeitig anhaltender Personalmangel in der Verkehrsplanung die Arbeit erschwert. Ein aktuelles Gerichtsurteil stoppte zudem den geplanten Radweg in Refrath und löste weitere Debatten aus.
Zunächst billigte der Ausschuss das Maßnahmenprogramm 2026–2028, wobei jedoch nur die Projekte für 2026 endgültig feststehen. Der diesjährige Plan umfasst 34 Vorhaben – von der Altenberger-Dom-Straße bis zum Wickenpädchen. Die Sanierung der Leverkuser Straße soll hingegen erst Ende 2027 beginnen.
Während der Sitzung brachten SPD und Grüne Änderungen am Entwurf der Verwaltung für den Lerbacher Weg ein, mit Fokus auf die Verbesserung der Radinfrastruktur. Zudem stimmte der Ausschuss für Variante 1 bei der Umgestaltung der Buchholzstraße, wodurch die bestehende Verkehrsführung beibehalten wird.
Ein weiteres zentrales Thema war der Personalmangel: Die für den Straßenunterhalt zuständige Abteilung zählt derzeit nur noch einen Mitarbeiter – und dieser befindet sich im Urlaub. Die Personalknappheit wirft Fragen auf, ob die Stadt anstehende Projekte überhaupt bewältigen kann.
Ein Rückschlag ereignete sich durch ein Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts, das den Bau eines Radwegs auf Refraths Hasenweg blockierte. Begündet wurde dies mit unzureichenden Verkehrsuntersuchungen. Der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda akzeptierte die Niederlage und kündigte eine Überprüfung des Beschlusses an.
Die Beschlüsse des Ausschusses werden die Straßen- und Radverkehrsinfrastruktur der kommenden Jahre prägen. Angesichts von Personalengpässen und rechtlichen Hürden muss die Stadt jedoch mit Verzögerungen und zusätzlicher Prüfung der geplanten Vorhaben rechnen. Das Programm für 2026 wird wie vorgesehen umgesetzt, doch weitere Anpassungen könnten nötig werden.






