23 March 2026, 10:38

Viersener Schule und Gedenkinitiative verlängern Zusammenarbeit für Holocaust-Erinnerung

Steinbau mit Fenster und einer Holocaust-Gedenktafel mit Inschrift.

Viersener Schule und Gedenkinitiative verlängern Zusammenarbeit für Holocaust-Erinnerung

Eine Schule vor Ort und eine Gedenkinitiative in Viersen haben ihre Zusammenarbeit zur Ehrung der Holocaust-Opfer verlängert. Die Partnerschaft zwischen der Anne-Frank-Gesamtschule und dem Förderverein Erinnerungskultur (1933–1945) wird damit für weitere drei Jahre fortgesetzt. Zu ihren Aufgaben gehört die Pflege der Stolpersteine in der Stadt – jener kleinen Messingtafeln im Gehweg, die an von den Nationalsozialisten verfolgte Menschen erinnern.

Die erneuerte Vereinbarung knüpft an jahrelange gemeinsame Bemühungen an, das Gedenken wachzuhalten und Schülerinnen und Schüler zu bilden. Die Lehrerin Corinne Flasshoff wird eine Projektgruppe leiten, die im Kreisarchiv zur lokalen Geschichte forscht. Ihre Klasse plant zudem einen erneuten Besuch der Holocaust-Gedenkstätte, um das Engagement der Schule für historisches Bewusstsein zu unterstreichen.

Schulleiterin Ilka Werner hat das Kollegium aufgefordert, sich an der Aktion "Reinigung der Stolpersteine" zu beteiligen. Der Einsatz ist bewusst vor dem 9. November angesetzt – dem Jahrestag der Reichspogromnacht. Die nächste Verlegung neuer Stolpersteine ist bereits für Anfang 2027 in der Viersener Innenstadt vorgesehen.

Die stellvertretende Vorsitzende Julietta Breuer hob Flasshoffs Engagement hervor, Schülerinnen und Schüler in die Aktivitäten einzubinden. Zwar ist die genaue Zahl der bisher verlegten Stolpersteine in öffentlichen Unterlagen nicht dokumentiert, doch wächst das Projekt durch das Mitwirken von Schule und Gemeinde stetig weiter.

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Die verlängerte Kooperation sichert die kontinuierliche Bildungs- und Gedenkarbeit in Viersen. Die Schülerinnen und Schüler werden die Stolpersteine weiterhin erforschen, reinigen und würdigen – fest verankert im Lehrplan. Die nächsten Tafeln werden 2027 in den Straßen der Stadt eingesetzt und markieren damit einen weiteren Schritt zur Bewahrung der lokalen Erinnerung an den Holocaust.

Quelle