25 December 2025, 07:26

Von fliegenden Geiern bis zu Bahn fahrenden Hunden: Deutschlands skurrilste Tiertouren 2023

Ein Kasten mit Tierbildern und Text neben einer Speiseplatte, beide auf einem steinernen Sockel platziert.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Von fliegenden Geiern bis zu Bahn fahrenden Hunden: Deutschlands skurrilste Tiertouren 2023

Deutschland erlebte im vergangenen Jahr eine Reihe ungewöhnlicher Tiervorfälle

Von Haustieren, die unerwartete Reisen antraten, bis hin zu Wildtieren, die für Aufsehen sorgten – diese Ereignisse zogen die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. Manche Geschichten endeten mit Erleichterung, andere lösten Kontroversen und Debatten aus.

Das Jahr begann mit einem kuriosen Fall im Tierpark Landshut, wo ein Nandu am Neujahrstag den Handschuh eines Kindes verschluckte. Die Mitarbeiter mussten eingreifen, um die Sicherheit des Vogels zu gewährleisten.

Im Juni griff ein zwei Meter langer Wels Badende am Brombachsee in Mittelfranken an. Mehrere Menschen wurden verletzt, bevor die Behörden einschritten. Experten vermuteten, dass das Tier aufgrund des niedrigen Wasserstands seinen Nachwuchs beschützen wollte. Nach Absprache mit einem Angelverein und Wasserrettungsteams entschied die Polizei, den Wels aus Gründen der öffentlichen Sicherheit zu töten.

Unterdessen sorgte ein Bartgeier namens Vincent für Schlagzeilen, nachdem er 1.600 Kilometer vom Nationalpark Berchtesgaden bis zur Nordsee geflogen war. Erschöpft und geschwächt wurde der Vogel schließlich eingefangen und wieder aufgepäppelt. Seine Reise faszinierte sowohl Wildtierexperten als auch die Öffentlichkeit.

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Nicht alle Geschichten hatten ein glückliches Ende: Der Nürnberger Tiergarten sah sich mit massiver Kritik konfrontiert, nachdem er zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels in ihrem Gehege getötet hatte. Die Entscheidung führte zu rund 350 Strafanzeigen und einer Flut wütender Kommentare in den sozialen Medien.

Andere Vorfälle sorgten für überraschende Momente: Ein Metzger in Simbach am Inn (Niederbayern) entdeckte den verlorenen Ehering des Landwirts Johannes Brandhuber im Magen seiner Kuh Herzal – das Tier hatte ihn offenbar vor der Schlachtung verschluckt.

Auch Haustiere sorgten für unerwartete Überraschungen: In Nersingen bei Neu-Ulm wurde eine Katze in einem Paket in einem Logistikzentrum entdeckt, nachdem ein Mitarbeiter Miauen gehört hatte. Die Samtpfote war während ihrer unfreiwilligen Reise eingeschlafen. Ein weiterer skurriler Fall ereignete sich in München, wo der Hund Urax einen offiziellen Brief vom Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erhielt – zur Belustigung seiner Besitzerin Jutta Zedelmaier, die ihn vertrat.

Vielleicht das abenteuerlustigste Haustier war jedoch Bella, eine vierjährige Hündin aus Oberbayern. Sie entkam aus ihrem Garten, stieg in eine S-Bahn – und wurde später mit einem Polizeiauto nach Hause gebracht.

Diese Vorfälle zeigen, wie unberechenbar die Begegnungen zwischen Tieren und dem menschlichen Leben sein können. Manche Fälle, wie der Wels-Angriff oder die Tiergarten-Kontroverse, warfen ernsthafte Fragen zu Sicherheit und Ethik auf. Andere, wie Vincents Flug oder Bellas Bahnfahrt, hinterließen die Menschen einfach nur staunend über die unerwarteten Wendungen, die das Leben manchmal nimmt.