Warum Berlins U-Bahn-Regel "Rechts stehen, links gehen" so oft ignoriert wird
Eggert StriebitzWarum Berlins U-Bahn-Regel "Rechts stehen, links gehen" so oft ignoriert wird
In Berlins U-Bahn-Gängen und Bahnhöfen gilt eine ungeschriebene Regel: Wer steht, bleibt rechts – wer gehen will, nutzt die linke Seite. Dieses System sorgt für einen reibungslosen Fußgängerfluss in einer Stadt, die für ihr schnelles Tempo bekannt ist. Doch nicht alle halten sich daran – was bei eiligen Pendlerinnen und Pendlern regelmäßig für Frust sorgt.
Die Stadt betrachtet Rolltreppen als Teil des öffentlichen Nahverkehrs, nicht als Ort zum Verweilen. Ihr Zweck ist es, Menschen zügig zu befördern, besonders in stark frequentierten Stationen. Dennoch missachten manche Fahrgäste die Gepflogenheit und bleiben einfach auf der linken Seite stehen – zur Verärgerung aller, die vorbeieilen möchten.
Ein kürzlich erschienener Kommentar bezeichnete diese „Linkssteher“ gar als lästiges Hindernis. Sie bremsen andere in einer Stadt aus, in der Zeit eine wertvolle Ressource ist. Der Vorschlag des Autors: Wer sich nicht an die Regel halten will, solle stattdessen die Treppe nehmen.
Die Diskussion zeigt, wie sehr Berlin im Alltag auf Effizienz setzt. Rolltreppen funktionieren am besten, wenn sich alle an dieselbe Konvention halten. Bis dahin werden die Linkssteher wohl weiter diejenigen nerven, die zügig vorankommen wollen.






