18 April 2026, 22:33

Warum Deutschland am 2. Februar arbeitslose Lufterfrischer ehrt

Plakat mit einem Porträt eines formell gekleideten Menschen mit ernstem Gesichtsausdruck, Text 'Gesetzlicher Feiertag Washington's Birthday, 22. Februar - Keine Geschäfte', auf hellblauem Hintergrund.

Warum Deutschland am 2. Februar arbeitslose Lufterfrischer ehrt

Jährlich am 2. Februar begeht Deutschland einen ungewöhnlichen Feiertag: den Tag des arbeitslosen Lufterfrischers. An diesem Tag wird den verblassten, geruchlosen Autoduftbäumchen gedacht, die einst am Rückspiegel baumelten und heute nutzlos in der Ablage vor sich hin stauben. Die Idee entstand 2017, nachdem eine Höreraktion eines Radiosenders dem skurrilen Vorschlag offiziellen Charakter verlieh.

Der Feiertag geht auf eine Initiative des WDR-Senders 1Live zurück, die im Rahmen der Aktion "Erfind deinen eigenen Feiertag" entstand. Die Hörer stimmten über eine Reihe kurioser Vorschläge ab – doch das Schicksal der ausgedienten Duftspender setzte sich durch. Das Datum fiel auf den 2. Februar, denn wie die Macher scherzten, beginnt die Arbeitslosigkeit dieser kleinen Bäumchen oft zu Monatsbeginn oder -ende – ganz wie bei Menschen.

An diesem Tag wird dazu aufgerufen, auf Duftstoffe zu verzichten und der vergessenen Lufterfrischer zu gedenken, die in Handschuhfächern verstauben. Manche stellen ihre "pensionierten" Bäumchen sogar als nostalgische Hommage zur Schau. Die lockere Veranstaltung hat sich seitdem zu einer kleinen, aber beständigen Tradition entwickelt, die Humor mit einer Prise Absurdität verbindet.

Seit seiner Einführung hat der Feiertag eine überschaubare, aber treue Anhängerschaft gefunden. In sozialen Medien werden oft Fotos verblasster Duftbäumchen mit scherzhaften Untertiteln über ihren "Berufswechsel" geteilt.

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Der Tag des arbeitslosen Lufterfrischers bleibt eine Nische im deutschen Festkalender – doch eine, die sich hartnäckig hält. Mit seinem spielerischen Ton lädt er dazu ein, innezuhalten und die alltäglichen Dinge zu würdigen, auf die man einst nicht verzichten wollte. Was als Scherz begann, hat sich bewährt – und zeigt, dass selbst die absurdesten Ideen Wurzeln schlagen können.

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