09 February 2026, 09:16

Wesel kämpft 2026 mit One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen

Eine Gruppe von Menschen steht auf der Straße und hält ein Banner in der Hand, auf dem "You Can't Keep Us Down, Unite Resist Feminist" steht, mit einem Fahrrad in der Nähe und Ballons, Drähten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wesel kämpft 2026 mit One Billion Rising gegen Gewalt an Frauen

Wesel beteiligt sich 2026 an der weltweiten One Billion Rising-Kampagne und schließt sich damit der Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen an. Die Initiative, angeführt von Bürgermeister Rainer Benien und der Gleichstellungsbeauftragten Regina Schmitz-Lenneps, steht unter dem diesjährigen Motto: #WomenOnFire – Ni Una Menos. Die Organisator:innen setzen sich für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und die Stärkung von Frauen weltweit ein.

Die Kampagne findet zu einer Zeit statt, in der Gewalt gegen Frauen in Deutschland weiterhin ein drängendes Problem darstellt. 2024 registrierte die Polizei 265.942 Opfer von Gewalt – 73 Prozent davon waren Frauen. Dies entspricht einem Anstieg von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

One Billion Rising hat sich seit seinen Anfängen in Deutschland stetig ausgeweitet. Die ersten Veranstaltungen fanden 2013 in Berlin statt, bis 2016 folgten weitere Großstädte wie Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Bis 2026 haben sich bereits über 200 Städte und Gemeinden bundesweit offiziell der Bewegung angeschlossen.

Die Kampagne ruft Frauen und Mädchen, die von Gewalt betroffen sind, dazu auf, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Unterstützung bietet das Hilfetelefon Gewalt gegenFrauen** unter der Nummer 116 016. Der Service ist rund um die Uhr erreichbar und bietet vertrauliche, anonyme und kostenlose Beratung für Betroffene.

Wesels Engagement im Rahmen der Kampagne 2026 unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Gewalt zu bekämpfen und Gleichstellung zu fördern. Die Initiative stellt Betroffenen Ressourcen zur Verfügung und fordert gleichzeitig einen gesamtgesellschaftlichen Wandel. Die Organisator:innen betonen weiterhin die Bedeutung von Solidarität und konkreten Handlungen, um diese Probleme zu lösen.