18 March 2026, 16:33

Wie Black Fruits die deutsche Serienlandschaft revolutioniert – und Lamin Leroy Gibba zum Star macht

Ein junger Mann in einer schwarzen Jacke posiert selbstbewusst vor einem dunklen Hintergrund mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck und leuchtenden Augen.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland!' - Wie Black Fruits die deutsche Serienlandschaft revolutioniert – und Lamin Leroy Gibba zum Star macht

Lamin Leroy Gibbas Black Fruits widerlegt alle Erwartungen – und ist heute eine der meistdiskutierten Serien Deutschlands

Die ARD-Produktion, die das Leben eines schwarzen, schwulen Mannes aus Hamburg in den Mittelpunkt stellt, wurde anfangs als zu nischenspezifisch für den Mainstream-Erfolg abgetan. Doch mittlerweile hat die Serie nicht nur den Bayerischen Fernsehpreis gewonnen, sondern ist auch für den Grimme-Preis nominiert.

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Gibba, 1994 in Münster geboren und als ältestes von sechs Geschwistern in Hamburg aufgewachsen, erlebte bereits mit elf Jahren Diskriminierung, als er wegen seiner Hautfarbe von einem Schultheaterstück ausgeschlossen wurde. Trotzdem verfolgte er seine Leidenschaft für die Schauspielerei und studierte später an der New School der New York University, wo er auf Stars wie Julianne Moore und Emma Stone traf.

Nach fünf Jahren in den USA kehrte Gibba nach Deutschland zurück – doch bedeutende Rollen blieben aus. Mit der Idee zu Black Fruits, einem zutiefst persönlichen Projekt, zog er nach Berlin. Die Serie begleitet Lalo, einen schwarzen, schwulen Mann, der sich in Hamburg durchs Leben schlägt – eine Geschichte, die auf deutschen Bildschirmen selten zu sehen ist.

Um Authentizität zu gewährleisten, setzte Gibba bei der Produktion auf ein Team, das vor allem aus queeren Menschen und People of Color besteht. Schon vor Black Fruits hatte er sich einen Namen gemacht und es auf die Forbes-Liste "30 unter 30" geschafft. Die Serie gewann später den Bayerischen Fernsehpreis (Blauer Panther) und sicherte sich eine Grimme-Preis-Nominierung – in Konkurrenz zu etablierten Formaten wie Tatort: Schattenleben, Polizeiruf 110: Der letzte Tanz, Babylon Berlin (Staffel 5) und Die Hüterin des Waldes.

Black Fruits hat Gibba als mutige neue Stimme im deutschen Fernsehen etabliert. Die Serie besticht nicht nur durch ihre Erzählweise, sondern auch durch ihr Engagement für Repräsentation – sowohl vor als auch hinter der Kamera. Ihr Erfolg markiert einen Wandel darin, welche Geschichten – und wer sie erzählt – in der Branche Anerkennung finden.

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