19 April 2026, 16:34

Wie der Anti-Schnuten-Tag seit 2011 gegen übertriebene Selfie-Posen kämpft

Plakat mit dem Titel "Humoristen" mit drei Männern in Anzügen mit verschiedenen Ausdrücken, umgeben von verstreuten Buch- und Objektbildern.

Wie der Anti-Schnuten-Tag seit 2011 gegen übertriebene Selfie-Posen kämpft

Ein humorvoller Protest gegen einen beliebten Selfie-Trend begann vor über einem Jahrzehnt. Unter dem Namen Anti-Schnuten-Tag ruft die Aktion dazu auf, auf übertriebene Schmollmund-Posen in Fotos zu verzichten. Initiiert wurde sie von einem deutschen Comedy-Trio und hat sich seitdem zu einer jährlichen Online-Bewegung entwickelt.

Der Begriff Schnutenface (im Englischen Duckface) beschreibt eine Pose, bei der vor allem junge Frauen die Lippen übertrieben spitzen, als wollten sie einen Kuss andeuten. Dieser Trend verbreitete sich Ende der 2000er-Jahre – nicht zuletzt inspiriert von Prominenten wie Angelina Jolie. Studien zeigten sogar, dass Frauen, die auf Dating-Plattformen wie OkCupid solche Fotos nutzten, mehr Nachrichten erhielten als andere.

2011 rief die deutsche Comedy-Gruppe Y-TITTY den Anti-Schnuten-Tag als spielerischen Protest ins Leben. Sie legten den Termin auf den 22. Juli fest und veröffentlichten eine Hymne auf YouTube, um Unterstützung zu mobilisieren. Die Bewegung gewann schnell an Fahrt – mit einem eigenen Blog unter antiduckface.com und einer Facebook-Seite, um die Botschaft zu verbreiten.

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Beim ersten Anti-Schnuten-Tag 2012 beteiligten sich rund 21.000 Menschen, indem sie ihre Profilbilder änderten. Das Ziel war klar: Die übernutzte Pose entmutigen und natürlichere Fotos im Netz fördern.

Der Anti-Schnuten-Tag findet seitdem jedes Jahr am 22. Juli statt. Zwar hält sich der Schnutenface-Trend hartnäckig, doch die Bewegung setzt ihm mit Humor und Online-Aktivismus etwas entgegen. Die Kampagnen-Seite auf Facebook und der Blog dienen weiterhin als Anlaufstellen für alle, die mitmachen wollen.

Quelle