Wie ein 1.000-jähriger Gutshof in Gütersloh durch kühne Ideen überlebt
Paulina MangoldWie ein 1.000-jähriger Gutshof in Gütersloh durch kühne Ideen überlebt
Ein 1.000 Jahre alter Gutshof in Gütersloh wird mit mutiger Vision für die Zukunft gerettet
In Gütersloh, Nordrhein-Westfalen, durchläuft ein historischer Gutshof eine kühne Verwandlung, um sein Überleben zu sichern. Friedrich Wilhelm Haver-Rassfeld, der Unternehmer hinter dem Projekt, gibt den alten Gebäuden neue Funktionen – und hält den Betrieb gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig.
Die Umgestaltung findet bei Zuschauern großen Anklang, die seinen Einsatz bewundern, Erbe und moderne Anforderungen zu vereinen.
Haver-Rassfeld übernahm den Geflügelhof in den 1980er-Jahren, stellte aber bald fest, dass traditionelle Landwirtschaft allein den Betrieb nicht mehr tragen konnte. Angesichts finanzieller Engpässe beschloss er, das Anwesen grundlegend neu zu denken.
Eines seiner zentralen Vorhaben ist der Wiederaufbau eines historischen Fachwerkhauses auf dem Gelände. Alte Scheunen werden zu Büroräumen umgebaut, während ein ehemaliger Schweinestall heute als Hofladen dient. Auch ein Schafstall wurde zu einem Veranstaltungsraum umfunktioniert – und schafft so zusätzliche Einnahmequellen.
Doch der Weg war nicht ohne Hindernisse: Haver-Rassfeld musste bürokratische Hürden überwinden und praktische Herausforderungen meistern. Einige Zuschauer schlagen sogar weitere Verbesserungen vor, etwa den Anbau eines Gemüsegartens, um Grundnahrungsmittel direkt vor Ort zu produzieren.
Sein Ziel geht über den eigenen Hof hinaus. Haver-Rassfeld hofft, dass sein Modell anderen kämpfenden Betrieben als Blaupause dienen kann – um sich anzupassen, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.
Die Verwandlung des Gütersloher Anwesens verbindet Bewahrung mit Innovation. Durch die Neunutzung alter Strukturen und die Einführung moderner Funktionen will Haver-Rassfeld den Hof langfristig lebensfähig halten. Seine Arbeit könnte ähnliche Projekte in der gesamten Region anstoßen.






