Wie ein Fernsehprogramm Ärztin Alexandra Ens in die Hausarztpraxis brachte
Eggert StriebitzWie ein Fernsehprogramm Ärztin Alexandra Ens in die Hausarztpraxis brachte
Ärztin Alexandra Ens wechselt von der Klinik in die Hausarztpraxis – unterstützt durch das lokale Fernsehprogramm 'Aus der Praxis für die Praxis'
Nach acht Jahren in der Inneren Medizin an den Kreiskliniken in Herford arbeitet Alexandra Ens nun in einer Gemeinschaftspraxis der Region. Der Wechsel gelang ihr dank des Fernsehprogramms 'Aus der Praxis für die Praxis', das 2022 ins Leben gerufen wurde, um Ärztinnen und Ärzten den Einstieg in die ambulante Versorgung zu erleichtern.
Das Fernsehprogramm 'Aus der Praxis für die Praxis' ist eine Initiative des Kreises Herford und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Es bietet Mediziner:innen praktische Erfahrungen in der Allgemeinmedizin und übernimmt während der Weiterbildung Gehälter sowie Lohnnebenkosten. Dr. Jürgen Weigl, Mitarbeiter der KVWL, leitet das Projekt, zu dem auch Seminare gehören, die die Teilnehmer:innen auf die selbstständige Praxisführung vorbereiten.
Am 1. Juli 2025 trat Alexandra Ens der Gemeinschaftspraxis von Dr. Gernoth Plappert und Dr. Sonja Manegold bei. Anfang 2026 wird sie als vollwertige Partnerin in die Praxis einsteigen. Die Struktur des Fernsehprogramms – insbesondere die begleitenden Seminare – vermittelte ihr wertvolle Einblicke, die ihr den Übergang erleichterten. Bisher haben elf Ärzt:innen die Weiterbildung abgeschlossen, zehn von ihnen arbeiten mittlerweile in der hausärztlichen Versorgung im Kreis Herford. Die Teilnehmenden loben vor allem die praxisnahe Ausbildung und den ganzheitlichen Ansatz der Patientenbetreuung.
Ens schätzt die Hausarztmedizin besonders wegen ihres breiten Spektrums, das Patienten in ihrem persönlichen und sozialen Umfeld betrachtet. Der Erfolg des Fernsehprogramms kommt bereits der lokalen Gesundheitsversorgung zugute: Die meisten Absolvent:innen bleiben in der Region. Die Investitionen des Kreises Herford in die Weiterbildung scheinen das Netz der Hausärzt:innen nachhaltig zu stärken.






