15 May 2026, 13:03

Wirtschaft fordert raschen Ersatz der Kardinal-Frings-Brücke bis 2035

Eine Brücke überspannt eine belebte Straße mit darunter fahrenden Fahrzeugen, Fußgängern und Schirmen, flankiert von Geländern und vor dem Hintergrund von Gebäuden, Bäumen, Pfählen und einem klaren blauen Himmel.

Wirtschaft fordert raschen Ersatz der Kardinal-Frings-Brücke bis 2035

Die Kardinal-Frings-Brücke, eine zentrale Route für den Güterverkehr zwischen Düsseldorf und Neuss, soll bis 2035 ersetzt werden. Doch Wirtschaftsvertreter und Juristen fordern ein schnelleres Vorgehen und warnen, dass jahrelange Planungsverzögerungen die Wirtschaft Millionen kosten. Aktuellen Schätzungen zufolge könnten allein Planung und Ausschreibung bis zu acht Jahre dauern – für die lokale Industrie, die auf die Verbindung angewiesen ist, eine viel zu lange Wartezeit.

Die Brücke wird derzeit von rund 3.500 voll beladenen Lkw täglich genutzt. Ein Großteil dieses Verkehrs versorgt die Hafengebiete in Düsseldorf und Neuss, wie Sascha Odermatt erklärt. Doch die begrenzte Kapazität verursacht jährliche wirtschaftliche Verluste von etwa 45 Millionen Euro – eine Belastung, die bei Unternehmensvertretern auf scharfe Kritik stößt.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, verurteilte das schleppende Tempo beim Brückenneubau. Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, pflichtet ihm bei und betont, dass solche Infrastrukturprojekte absolute Priorität genießen müssten. Er fordert eine rechtlich verbindliche Frist von einem Jahr für Planung und Genehmigung – Entwürfe für entsprechende Gesetze werden bis Ende 2025 erwartet, um die aktuellen Bearbeitungszeiten zu halbieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Juristen Dr. Elmar Loer und Dr. Alexander Beutling unterstützen diesen Vorstoß für mehr Tempo. Ihrer Meinung nach würde eine Reduzierung der Planungsphasen auf ein Jahr kritische Infrastrukturvorhaben wie den Brückenbau deutlich beschleunigen. Berghausen warnt zudem, dass weitere Verzögerungen bei Sanierungen bestehender Bauwerke die wirtschaftliche Belastung nur verschärfen würden.

Sollten die vorgeschlagenen Reformen umgesetzt werden, könnte sich die Planungsdauer für die Kardinal-Frings-Brücke von acht auf ein Jahr verkürzen. Die Änderungen zielen darauf ab, die Behinderungen für Unternehmen zu minimieren und die jährlichen Staukosten in Höhe von 45 Millionen Euro zu senken. Bis dahin bleibt der Ersatzneubau jedoch für das Jahr 2035 vorgesehen – es sei denn, es kommen beschleunigte rechtliche und verfahrensrechtliche Maßnahmen zum Tragen.

Quelle