Wuppertaler Architektur-Studierende kämpfen um ihren bedrohten Studiengang
Wally KlemtWuppertaler Architektur-Studierende kämpfen um ihren bedrohten Studiengang
Studierende der Bergischen Universität Wuppertal protestieren gegen geplante Schließung des Architektur-Studiengangs
Am Dienstagmorgen haben Studierende der Bergischen Universität Wuppertal gegen die Pläne protestiert, ihren renommierten Architektur-Studiengang zu schließen. Die Demonstration erfolgte als Reaktion auf Sparmaßnahmen des Landes Nordrhein-Westfalen, die das Aus für den angesehenen Studiengang bedeuten könnten. Rund 500 eingeschriebene Studierende blicken nun einer ungewissen Zukunft entgegen.
Die von der studentischen Initiative fundament.tal organisierte Aktion fand entlang der Bundesallee in Wuppertal statt. Die Studierenden präsentierten ihre Entwürfe und Modelle symbolisch auf der Straße – als mahnendes Denkmal für das, was ihrer Meinung nach verloren gehen könnte. Sie warfen der Landesregierung vor, die Lehrqualität zu schwächen und die gesellschaftliche Bedeutung des Fachs zu untergraben.
Kritik gab es auch an der Universitätsleitung, die die Studierenden nicht offiziell über die geplante Schließung informiert habe. Viele erfuhren erst über inoffizielle Kanäle von der Entscheidung, was die Verärgerung noch verstärkte. Lehrende, die bereits früher unterrichtet wurden, solidarisierten sich inzwischen mit den Protesten der Studierenden.
Der Wuppertaler Architektur-Studiengang zeichnet sich durch seinen starken Fokus auf Nachhaltigkeit aus und hebt sich damit von ähnlichen Angeboten ab. Eine Schließung würde Professuren streichen und das Kursangebot deutlich reduzieren – eine erhebliche Lücke in der architektonischen Ausbildung der Region. Trotz der Unsicherheit versicherte die Universität den aktuellen Studierenden, dass sie ihr Studium abschließen können.
Der Protest unterstreicht die tiefgreifenden Bedenken gegenüber dem möglichen Verlust eines spezialisierten Studiengangs mit ausgeprägtem Nachhaltigkeitsprofil. Zwar wurde den derzeitigen Studierenden zugesichert, ihr Studium beenden zu können, doch für künftige Bewerberinnen und Bewerber fiele die Chance auf diesen Studiengang weg. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Landesverantwortlichen, die zwischen Haushaltskürzungen und den langfristigen Folgen für Bildung und Berufsfeld abwägen müssen.






