Wuppertaler Mieter frieren: Streit um Fernwärme im ELBA Zukunftswerk eskaliert
Eggert StriebitzWuppertaler Mieter frieren: Streit um Fernwärme im ELBA Zukunftswerk eskaliert
Mieter des ELBA Zukunftswerks in Wuppertal sitzen seit fast einer Woche ohne Heizung da. Die Abschaltung ist das Ergebnis eines langwierigen Streits zwischen dem Vermieter des Gebäudes und dem städtischen Versorger WSW. Zwar liegt ein neuer Vertragsentwurf auf dem Tisch, doch eine Einigung steht noch aus.
Der Konflikt zwischen WSW und dem Vermieter des Zukunftswerks schwelt bereits seit Jahren. Im Mittelpunkt stehen offene Rechnungen und Meinungsverschiedenheiten über die Preise der Fernwärme in der Stadt. In der jüngsten Zuspitzung stellte WSW die Wärmeversorgung des Gebäudes komplett ein.
Die Rechtsabteilung von ELBA argumentiert, die Abschaltung sei unverhältnismäßig und treffe die Mieter unverschuldet hart. Gleichzeitig urteilte das Landgericht Wuppertal kürzlich, dass die Methode von WSW, die Fernwärmepreise an die Gaspreise zu koppeln, rechtswidrig sei – allerdings hat dieses Urteil keinen direkten Einfluss auf den aktuellen Streit. Unterdessen hat die Stadtwerke Dresden AG bereits ein neues Vertragsangebot für die Wärmeversorgung des ELBA Zukunftswerks vorgelegt. Dieser Vorschlag, eingereicht im Januar 2026, folgt einer öffentlichen Ausschreibung und könnte langfristig die festgefahrene Situation entschärfen.
Bis dahin müssen die Mieter jedoch weiter ohne Heizung auskommen, während die Verhandlungen andauern. Das neue Angebot der Stadtwerke Dresden AG bietet zwar eine mögliche Lösung, doch eine endgültige Einigung steht noch aus. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die größeren Spannungen um Fernwärmepreise und Versorgungsverträge in Wuppertal.






