23 December 2025, 01:02

Zwischen Erotik und Abscheu: Alexandra Birckens Werk untersucht die Beziehung zwischen Körper und Maschine

Skulpturen werden in einer Außenanlage ausgestellt.

Zwischen Erotik und Abscheu: Alexandra Birckens Werk untersucht die Beziehung zwischen Körper und Maschine

Zwischen Erotik und Abscheu: Alexandra Birckens Werke sezieren das Verhältnis von Körper und Maschine

Teaser: In den Skulpturen der deutschen Künstlerin ist der Körper ein fragiles, sich auflösendes Wesen – gefangen in den Mechanismen von Produktion, Bild und Konsum.

8. Dezember 2025, 16:00 Uhr

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Die deutsche Künstlerin Alexandra Bircken schafft eindringliche Skulpturen, in denen der menschliche Körper als verletzlich und im Auflösungsprozess erscheint. Ihre Arbeiten erkunden, wie Verhaltensweisen, Begierden und Traumata sowohl das Individuum prägen als auch von den Strukturen der Gesellschaft geformt werden.

Mit Ready-mades und Aneignungskunst untersucht Bircken die Verflechtung des Körpers mit Produktion, Bildwelten und Konsum. Häufig verarbeitet sie Alltagsgegenstände neu, um unsere Wahrnehmung des Körpers herauszufordern. Ihre Werke vermitteln eine instabile Präsenz, als würde die physische Form zerbrechen oder sich mit der Umgebung vermengen. Dieser Ansatz spiegelt tiefere Themen wider: wie persönliche und kollektive Erfahrungen Spuren in uns hinterlassen.

Zu ihren jüngsten Ausstellungen zählen Schauen in der Kunsthalle Gießen und im Museo Tamayo in Mexiko-Stadt. Zwar hat noch kein großes deutsches Museum für 2026 eine umfassende Einzelausstellung bestätigt, doch ihre Arbeiten finden weiterhin internationale Beachtung. Im Mittelpunkt ihres Schaffens bleibt die Frage, wie Körper mit Macht- und Wirtschaftssystemen interagieren. Durch die Verbindung von gefundenen Materialien mit organischen Formen hinterfragt sie, was es bedeutet, in diesen Systemen zu existieren.

Birckens Skulpturen bieten einen ungeschönten Blick auf Verletzlichkeit und Widerstandsfähigkeit. Ihre kommenden Ausstellungen werden diese Auseinandersetzung vermutlich vertiefen, auch wenn für 2026 noch keine große Einzelausstellung in einem deutschen Museum angekündigt ist. Bis dahin bleibt ihr Werk eine faszinierende Studie über den Platz des Körpers im modernen Leben.