27 March 2026, 18:33

Bergisch Gladbach vor der Pleite: 50 Millionen Euro Defizit bis 2026 drohen

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Trickle-Down Economics Works Not" auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, mit einem Zitat des Präsidenten Biden.

Bergisch Gladbach vor der Pleite: 50 Millionen Euro Defizit bis 2026 drohen

Bergisch Gladbach steuert auf eine sich verschärfende Finanzkrise zu – bis 2026 droht ein Haushaltsdefizit von knapp 50 Millionen Euro. Der städtische Kämmerer warnt, dass die Stadt bereits 2027 insolvent gehen könnte, falls nicht drastische Maßnahmen ergriffen werden. Unterdessen hat die AfD-Fraktion im Rat einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, der Kostensenkungen ohne weitere Steuererhöhungen vorsieht.

Die finanziellen Probleme der Stadt spitzen sich zu, während die Unternehmenspleiten in Nordrhein-Westfalen 2025 um 15 Prozent angestiegen sind. Mehr als ein Viertel der lokalen Betriebe plant nun Entlassungen, was die erwarteten Gewerbesteuereinnahmen gefährdet. Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, spricht von einer "unerbittlichen Deindustrialisierung" im gesamten Kreisgebiet.

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Bergisch Gladbach erhebt bereits überdurchschnittlich hohe Hebesätze im Vergleich zu anderen Städten der Region. Dennoch sieht der Haushalt 2026 weitere Steuererhöhungen für die Bürger vor, während gleichzeitig Ausgaben für als überflüssig angesehene Programme aufrechterhalten werden. Kritiker verweisen auf frühere Fehlschläge wie das kommunale Klimaschutzbudget, das wenig dazu beitrug, Hochwasser wie die Katastrophe 2021 im Strundepark zu verhindern.

Der AfD-Plan setzt auf Sparmaßnahmen statt auf Steuererhöhungen. Vorgeschlagen werden Kürzungen bei den Ausgaben für Stadtmarketing, ein Rückbau des Klimaschutzmanagements sowie das Ende der kommunalen Wärmeplanung. Gleichzeitig fordert die Fraktion jedoch den Ausbau der Kinderbetreuung, eine Stärkung der Stadtentwicklungsfähigkeiten und die Zusammenlegung der Geoinformationssysteme. Durch Digitalisierung und den Einsatz von KI in der Buchhaltung soll die Effizienz gesteigert werden.

Angesichts der drohenden Insolvenz und unsicherer Gewerbesteuereinnahmen muss Bergisch Gladbach nun entscheiden: noch tiefere Ausgabenkürzungen oder weitere Steuererhöhungen. Die AfD-Vorschläge zielen darauf ab, den Haushalt ohne zusätzliche Belastungen für die Bürger auszugleichen – doch die finanzielle Zukunft der Stadt bleibt ungewiss. Die Verantwortlichen müssen schnell handeln, um einen finanziellen Kollaps bis 2027 abzuwenden.

Quelle