Düsseldorfer Lehrerin wegen jahrelanger Betrugsmasche mit Schulleiter-Zuschlägen verurteilt
Paulina MangoldDüsseldorfer Lehrerin wegen jahrelanger Betrugsmasche mit Schulleiter-Zuschlägen verurteilt
Eine Lehrerin aus Düsseldorf ist wegen Betrugs verurteilt worden, nachdem sie jahrelang unberechtigt Zuschläge für Schulleitungen erhalten hatte. Die Zahlungen wurden auch noch lange fortgesetzt, nachdem sie 2018 ihre vorübergehende Tätigkeit als kommissarische Schulleiterin beendet hatte. Ein Gericht hat sie nun zur Rückzahlung des vollen Betrags sowie zu einer Geldstrafe verurteilt.
Im Mittelpunkt des Falls steht eine Pädagogin, die 2018 für nur wenige Monate als kommissarische Schulleiterin eingesetzt war. Obwohl sie das Amt wieder abgab, bezog sie weiterhin den zusätzlichen Zuschlag, der eigentlich nur Schulleitungen zusteht. Im Laufe der Zeit summierten sich die fälschlicherweise gezahlten Beträge auf etwa 31.300 Euro.
Das Gericht urteilte, sie habe durch Unterlassen Betrug begangen, da sie den Fehler nicht korrigierte. Als Konsequenz muss sie das Geld nun in monatlichen Raten von 500 Euro zurückzahlen. Zudem wurde sie für die Straftat zu einer Geldstrafe von 11.200 Euro verurteilt.
Ähnliche Fälle gab es in den vergangenen Jahren bundesweit. Wie Prüfberichte des Bundesrechnungshofs und der Landesrechnungshöfe zwischen 2022 und 2025 zeigen, erhielten einige ehemalige Schulleiter oder Stellvertreter die Zuschläge noch sechs bis zwölf Monate nach ihrem Ausscheiden aus der Position, bevor rechtliche Schritte eingeleitet wurden.
Die Lehrerin wird die 31.300 Euro durch feste monatliche Abzüge begleichen. Neben der Rückzahlung umfasst das Urteil auch eine Strafe in Höhe von 11.200 Euro. Der Fall reiht sich ein in eine Serie verzögerter Korrekturen bei Schulzuschüssen, wie sie auch in anderen deutschen Bundesländern zu beobachten ist.






