Geflügelpreise in NRW steigen – drohen Engpässe durch Vogelgrippe und Polen-Importe?
Evelin KostolzinHöhere Geflügelpreise vor dem St. Martinstag - Geflügelpreise in NRW steigen – drohen Engpässe durch Vogelgrippe und Polen-Importe?
Nordrhein-Westfalen importierte 2022 eine große Menge Gänse aus Polen – die meisten davon tiefgekühlt. Die Lieferungen umfassten insgesamt 657 metrische Tonnen im Wert von 1,9 Millionen Euro. Gleichzeitig haben sich die Geflügelpreise in der Region in den vergangenen zwei Jahren spürbar verändert.
2021 wurde frisches Geflügel in Nordrhein-Westfalen leicht günstiger. Die Preise sanken im Vergleich zu 2020 um 2,1 Prozent, sodass Verbraucher insgesamt 1,6 Prozent weniger zahlten. Doch 2022 kehrte sich dieser Trend abrupt um.
Bis Oktober dieses Jahres waren die Preise für frisches Geflügel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,5 Prozent gestiegen. Auch der gesamte Geflügelmarkt verzeichnete einen Anstieg: Die Kosten lagen im gleichen Zeitraum 7,8 Prozent höher.
Die Abhängigkeit der Region von importierten Gänsen hat zugenommen, wobei Polen den Großteil der tiefgekühlten Tiere liefert. Sorgen bereitet nun die Frage, ob die Vogelgrippe diese Lieferkette stören könnte. Einige Experten warnen vor möglichen Engpässen, andere zeigen sich zurückhaltend bei Prognosen zu den künftigen Beständen.
Nach einem kurzen Rückgang im Jahr 2021 sind die Geflügelpreise in Nordrhein-Westfalen wieder gestiegen. Die starken Importe tiefgekühlter Gänse aus Polen bringen zusätzliche Unsicherheit mit sich. Sollte die Vogelgrippe Auswirkungen haben, könnte dies die Verfügbarkeit und die Preise in den kommenden Monaten weiter beeinflussen.






