17 March 2026, 00:33

Gestohlener Bierkrug nach 48 Jahren an Münchner Hofbräuhaus zurückgegeben

Alte Werbeplakatabbildung mit zwei Metall-Bierhumpen und einem Glas Bier mit Werbetext.

Gestohlener Bierkrug nach 48 Jahren an Münchner Hofbräuhaus zurückgegeben

Ein Tourist hat fast 50 Jahre nach dem Diebstahl einen gestohlenen Bierkrug an Münchens berühmtes Hofbräuhaus zurückgegeben. Der anonyme Besucher schickte den Maßkrug zusammen mit 20 Euro zur Begleichung der Kosten zurück. Doch dies ist nur einer von vielen ähnlichen Fällen, mit denen das Wirtshaus jährlich konfrontiert wird.

Das Hofbräuhaus erhält drei bis vier Briefe pro Jahr von Menschen, die gestohlene Krüge zurückschicken oder das Geld dafür überweisen. 2020 gab eine Amerikanerin einen Krug zurück, den sie 55 Jahre zuvor mitgenommen hatte. Allein zwischen 2021 und 2025 wurden rund 1.200 verschwundene Krüge zurückgegeben oder bezahlt – oft Jahrzehnte nach dem Diebstahl.

Die meisten zurückgegebenen Maßkrüge stammen aus den USA (etwa 40 %), gefolgt von Großbritannien (20 %), Australien (15 %) und Deutschland (15 %). Im jüngsten Fall handelte es sich um einen englischsprachigen Touristen, der einräumte, 1976 einen Krug entwendet zu haben. Sein Brief enthielt 20 Euro als Entschädigung, die das Hofbräuhaus nun an einen guten Zweck spenden wird.

Das Wirtshaus führt keine Statistik darüber, wie viele Krüge verschwinden, setzt aber Sicherheitsvorkehrungen ein, um Diebstähle zu verhindern. Dennoch tauchen gestohlene Maßkrüge immer wieder Jahre später auf – oft mit Entschuldigungen und Zahlungen der damaligen Diebe.

Die 20 Euro des Touristen fließen in die Initiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftigen Kindern Schulmaterialien zur Verfügung stellt. Zwar geht das Hofbräuhaus nicht aktiv gegen verschwundene Krüge vor, doch Rückgaben und Zahlungen bleiben ein regelmäßiges Phänomen. Angesichts der langen Geschichte des Hauses dauert es bei manchen gestohlenen Krügen Jahrzehnte, bis sie zurückkehren.

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