Humanoider Roboter revolutioniert die Automobilproduktion bei Ford in Köln
Evelin KostolzinHumanoider Roboter revolutioniert die Automobilproduktion bei Ford in Köln
Britisches Robotikunternehmen testet humanoiden Roboter erfolgreich in der Automobilproduktion
Ein in Großbritannien ansässiges Robotikunternehmen hat einen humanoiden Roboter erstmals in einer realen Automobilfertigung getestet. Der neueste Roboter des Unternehmens Humanoid absolvierte eine zweistufige Erprobung im Innovation Centre von Ford in Köln. Das Projekt zeigte, wie fortschrittliche Roboter präzise anspruchsvolle und schwere Industrieaufgaben bewältigen können.
Im Rahmen des Proof of Concept (PoC) führte Humanoids rollender Roboter Alpha HMND 01 zwei komplexe Arbeitsabläufe durch: Zunächst transportierte er autonom Behälter mit einer Nutzlast von acht Kilogramm – dabei erreichte er eine Zuverlässigkeit von 97 Prozent und übertraf die vorgegebenen Greifziele um 60 Prozent. Anschließend demonstrierte der Roboter mit seinen beiden Armen präzises Handling, indem er ein dünnes Karosserieteil aus Blech behutsam anhob, zu einem Regal bewegte und auf einem Kommissioniertisch ohne Beschädigung ablegte.
Die Entwicklung begann im eigenen Labor von Humanoid, bevor die Tests in das Kölner Werk verlagert wurden. Die Steuerung des Roboters basierte auf den neuesten Technologien von NVIDIA, darunter digitale Zwillinge, die mit NVIDIA Omniverse erstellt wurden. Artem Sokolov, Gründer des Unternehmens, bestätigte, dass der Versuch beweise, dass humanoide Roboter nun für den industriellen Einsatz in der realen Welt bereit seien – vorausgesetzt, Sicherheit und klare Zielvorgaben bleiben Priorität.
Nach diesem Erfolg prüfen Humanoid und das Ford-Werk Köln nun Möglichkeiten, solche Roboter in aktive Produktionslinien zu integrieren. Weitere Demonstrationen im Innovation Centre sind geplant, um das Anwendungsspektrum zu erweitern.
Der Test markiert einen wichtigen Schritt für den Einsatz humanoider Roboter in der Fertigung. Die Leistung des Alpha HMND 01 beim Umgang mit leichten und schweren Bauteilen deutet auf ein großes Potenzial für eine breitere Einführung hin. Künftige Tests sollen zeigen, wie sich diese Maschinen in bestehende Produktionssysteme einbinden lassen.