28 March 2026, 20:36

Immobilienkauf in Deutschland: Steuern und Gebühren explodieren – doch es könnte noch teurer werden

Ein detailliertes architektonisches Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland gilt, begleitet von Plänen und Text auf Papier.

Immobilienkauf in Deutschland: Steuern und Gebühren explodieren – doch es könnte noch teurer werden

Immobilienkauf in Deutschland wird durch steigende Steuern und Gebühren immer teurer

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat nun sogar noch höhere Abgaben auf Immobilien vorgeschlagen – und das, obwohl Hausbesitzer bereits mit explodierenden Kosten durch die jüngste Steuerreform und strenge Bauvorschriften kämpfen.

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Seit Januar 2025 basiert die deutsche Grundsteuer auf marktaktuellen Bewertungen statt auf veralteten Schätzungen. Zwar soll die Reform insgesamt haushaltsneutral bleiben, doch die individuelle Belastung hat sich stark verändert. Manche Eigentümer zahlen nun mehr als das Doppelte im Vergleich zu vorher – je nach Lage, Grundstücksgröße und lokalen Hebesätzen. Bayern erhebt beispielsweise einen Satz von 350 Prozent, Berlin 470 Prozent, während Städte wie Hamm ihre Werte für 2026 noch anpassen.

Neben den Steuern kommen auf Käufer zusätzliche Kosten zu: Maklerprovisionen, Notargebühren und die Grunderwerbsteuer, die in einigen Bundesländern mittlerweile bis zu 6,5 Prozent beträgt. Diese Posten treiben den Kaufpreis um mindestens 10 Prozent in die Höhe. Zudem sind Hypotheken schwerer zu erhalten als in vielen anderen Ländern, und strenge Bauvorschriften lassen die Entwicklungskosten weiter steigen.

Fratzschers neuer Vorschlag sieht vor, auch Wertsteigerungen von Grundstücken zu besteuern – selbst wenn sie allein auf Inflation und nicht auf echten Gewinn zurückgehen. Politiker betrachten Immobilien zunehmend als Einnahmequelle und führen weitere Pflichtinvestitionen und höhere Abgaben ein. Gleichzeitig bleibt das Mieten stark subventioniert, was den Erwerb von Wohneigentum noch unattraktiver macht. Viele Käufer zahlen am Ende das Eineinhalbfache des ursprünglichen Preises, bis ihr Darlehen getilgt ist.

Die Änderungen bedeuten für Immobilienbesitzer eine spürbar höhere finanzielle Belastung, da Steuern und Gebühren kontinuierlich steigen. Die Reform 2025 hat die Abgaben für manche bereits verdoppelt, und weitere Erhöhungen könnten folgen, falls die neuen Vorschläge umgesetzt werden. Der Kauf einer Immobilie in Deutschland bleibt vorerst eine kostspielige Herausforderung – und eine Entlastung ist nicht in Sicht.

Quelle