IT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – veraltete Systeme im Fokus der Ermittler
Wally KlemtIT-Angriff legt Stadtwerke Detmold lahm – veraltete Systeme im Fokus der Ermittler
Stadtwerke Detmold von schwerem IT-Angriff betroffen – Systeme seit Montag lahmgelegt
Die Stadtwerke Detmold sind Opfer eines massiven IT-Angriffs geworden, durch den ihre Systeme seit Montag offline sind. Auf der Unternehmenswebsite wird der Ausfall bestätigt, weitere Erklärungen bleiben jedoch aus. Kunden können den Versorger weiterhin weder telefonisch noch per E-Mail erreichen – mehr als zwölf Stunden nach dem Vorfall sind die Dienstleistungen weiterhin gestört.
Der Angriff hat zentrale Online-Funktionen lahmgelegt, darunter die Übermittlung von Zählerständen und den Kundenservice. Die Telefonleitungen, einschließlich des Servicecenters, sind unterbrochen, und E-Mails werden unzustellbar zurückgeschickt. Gleichzeitig gerät die veraltete IT-Infrastruktur des Unternehmens in die Kritik: Wie Berichte zeigen, werden noch PHP-Skripte aus dem Jahr 2013 genutzt, ein Debian-Kernel von 2015 sowie veraltete Systeme wie Windows Server 2003 R2 aus dem Jahr 2009.
Das Landeskriminalamt (LKA) ist informiert und untersucht den Vorfall. Einige Systeme der Stadtwerke sollen am Montag vor der Abschaltung ungeschützt mit dem Internet verbunden gewesen sein. Ob Kundendaten abgerufen oder gestohlen wurden, steht noch nicht fest.
Trotz der schweren Beeinträchtigungen bleiben essenzielle Versorgungsleistungen wie Trinkwasser, Strom, Gas und Fernwärme laut Angaben des WDR unberührt.
Das Unternehmen kämpft weiterhin mit den Folgen des Angriffs, während Kunden im Unklaren darüber bleiben, wann der Normalbetrieb wiederaufgenommen wird. Die Ermittler prüfen noch das Ausmaß des Datenlecks und mögliche Abflüsse sensibler Informationen. Bisher sind die kritischen Versorgungsleistungen zwar gesichert, doch Online-Dienste und Kommunikationswege bleiben vorerst außer Betrieb.






