17 June 2026, 18:21

Massive Proteste in Köln und Bonn: Industrieanlagen und Parteibüros blockiert

POL-K: 250829-4-K Polizei Köln beendet Besetzung der SPD-Zentrale - Blockade vor dem Werkstor von Deutz AG aufgelöst

Massive Proteste in Köln und Bonn: Industrieanlagen und Parteibüros blockiert

Proteste in Köln und Bonn: Demonstranten blockieren Industrieanlagen und Parteibüros

In Köln und Bonn ist es am Freitag zu Ausschreitungen gekommen, als Gruppen industrielle und politische Einrichtungen ins Visier nahmen. Die Polizei griff bei mehreren Vorfällen ein, bei denen es zu Hausfriedensbrüchen und Straßenblockaden kam. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Versammlungsrecht eingeleitet.

Der Tag begann früh im Kölner Stadtteil Kalk. Gegen 10:40 Uhr wurde die Polizei zum Industriegelände von Deutz AG in der Dillenburger Straße gerufen. Dort hatten sich über 200 vermummte Personen versammelt, blockierten den Zugang und versuchten, gewaltsam einzudringen. Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei trafen ein, nahmen die Personalien der Demonstranten auf und räumten das Gelände. Die Sperre der Dillenburger Straße wurde später aufgehoben.

In Bonn-Beuel kam es unterdessen zu einer kleineren, aber ebenso entschlossenen Aktion vor dem Standort des Rüstungskonzerns Rheinmetall AG. Gegen 13:50 Uhr versammelten sich etwa 30 bis 40 teilweise vermummte Personen vor dem Firmengebäude an der Pützchens Chaussee. Sie trugen Transparente mit antimilitaristischen Parolen. Rund 20 von ihnen drangen in das Foyer ein, setzten sich auf den Boden und weigerten sich, das Gebäude zu verlassen. Drei Personen leisteten Widerstand gegen die Polizei und wurden vorläufig festgenommen.

Unterdessen musste die Kölner Polizei auch eine Besetzung der örtlichen SPD-Geschäftsstelle in der Magnusstraße in der Innenstadt beenden. Beamte entfernten die Aktivisten aus den Räumlichkeiten und leiteten strafrechtliche Ermittlungen ein. Die SPD erstattete später Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.

Die Behörden prüfen nun mögliche Verstöße gegen das Versammlungsrecht. Bei den Protesten kam es zu mehreren Festnahmen sowie zur Räumung von Demonstranten aus privaten und industriellen Liegenschaften. Gegen die an den Hausfriedensbrüchen Beteiligten laufen strafrechtliche Verfahren.

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