NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Führungsfehler nach Mobbingvorwürfen ein
Wally KlemtScharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - NRW-Bauministerin Scharrenbach räumt Führungsfehler nach Mobbingvorwürfen ein
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich schweren Vorwürfen wegen ihres Führungsstils ausgesetzt. Berichten zufolge herrscht in ihrem Ministerium, insbesondere in der Abteilung für digitale Verwaltung, ein von Angst und Einschüchterung geprägtes Arbeitsklima. Die in internen Akten dokumentierten Vorfälle sind mittlerweile auch in der Staatskanzlei bekannt geworden und haben Scharrenbach dazu veranlasst, Fehler in ihrer Führungsweise einzugestehen.
Die Probleme traten erstmals zu Beginn der aktuellen Legislaturperiode auf, als die digitale Verwaltungsabteilung ihrem Ressort zugeordnet wurde. Mitarbeitervertreter äußerten früh Bedenken hinsichtlich ihres Verhaltens; ein hochrangiger Beamter soll erklärt haben: "Diese Frau hat mich zerstört." Bis Januar 2025 hatte ein Personalrat der Behörde Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, offiziell über die mutmaßlichen Verfehlungen informiert. Liminski soll bereits vor der Bundestagswahl 2025 von Mobbingvorwürfen gewusst haben.
Scharrenbach räumte inzwischen ein, dass ihr persönlicher Führungsstil nicht immer fair gegenüber den Beschäftigten gewesen sei. Sie nahm die Kritik an und betonte, dass sie das Feedback tief getroffen habe. Als Reaktion bot sie betroffenen Mitarbeitern persönliche Gespräche an und arbeitete mit dem Betriebsrat an Lösungen für die aufgetretenen Probleme.
Konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Führungsprozesse wurden bereits eingeleitet, darunter regelmäßige Austauschrunden mit den Beschäftigten und eine engere Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat. Das interne Schreiben des Ministeriums, in dem die Stimmung als "von Angst und Schrecken" geprägt beschrieben wird, lag Liminski bereits monatelang vor den jüngsten Entwicklungen vor.
Die Vorwürfe gegen Scharrenbach haben zu offiziellen Schritten geführt, um die Führungskultur in ihrem Ministerium zu reformieren. Sie hat sich zu einem kontinuierlichen Dialog mit den Mitarbeitern und strukturellen Änderungen verpflichtet, um weitere Vorfälle zu verhindern. Die Staatskanzlei beobachtet die Lage weiterhin aufmerksam – insbesondere vor dem Hintergrund der dokumentierten Beschwerden.






