NRW verliert bis 2070 eine Million Einwohner – wer besonders betroffen ist
Eggert StriebitzPrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW verliert bis 2070 eine Million Einwohner – wer besonders betroffen ist
Nordrhein-Westfalen (NRW) steht in den kommenden drei Jahrzehnten vor deutlichen Bevölkerungsverschiebungen. Bis 2050 könnte das Land eine halbe Million Einwohner verlieren, und die Prognosen zeigen einen weiteren Rückgang auf eine Million weniger bis 2070. Während einige Regionen wachsen werden, müssen viele ländliche und industrielle Gebiete mit starken Einbußen rechnen.
Besonders betroffen sind die ländlichen Kreise. Der Märkische Kreis könnte um 12,5 Prozent schrumpfen, während der Kreis Olpe voraussichtlich 12,3 Prozent seiner Bevölkerung verlieren wird. Auch Höxter und der Hochsauerlandkreis verzeichnen Rückgänge von 9,3 beziehungsweise 9,6 Prozent. Vor allem Ost- und Südwestfalen werden voraussichtlich langfristig mit sinkenden Einwohnerzahlen zu kämpfen haben.
Auch das Ruhrgebiet bleibt von diesem Trend nicht verschont. Kreise wie Recklinghausen, Ennepe-Ruhr und Unna müssen mit einem Rückgang von etwa fünf Prozent rechnen. Dies steht im deutlichen Kontrast zum Rheinland, wo einige Regionen weiterhin Wachstum verzeichnen könnten.
Nur zehn Kreise und kreisfreie Städte in NRW werden bis 2050 ein Bevölkerungsplus erwarten. Besonders hervorzuheben ist Heinsberg mit einem prognostizierten Anstieg von 4,7 Prozent. Solches Wachstum bleibt jedoch die Ausnahme und nicht die Regel im Land.
Die Prognosen verdeutlichen eine wachsende Kluft zwischen schrumpfenden ländlichen Gebieten und einer Handvoll wachsender Regionen. Insgesamt wird die Bevölkerung Nordrhein-Westfalens kontinuierlich zurückgehen, wobei die stärksten Verluste in Ost- und Südwestfalen zu erwarten sind. Bis 2070 könnte das Land eine Million weniger Einwohner haben als heute.






