01 May 2026, 06:36

NRW will bis 2045 erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Brennstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit zusätzlichem erklärendem Text.

NRW will bis 2045 erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden

Nordrhein-Westfalen (NRW) hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt und strebt an, bis 2045 die erste klimaneutrale Industrieregion Europas zu werden. Das Bundesland, bekannt für seinen hohen Energieverbrauch und seine starke Metall- und Chemieindustrie, plant, die Emissionen bis 2030 um 65 Prozent und bis 2040 um 88 Prozent zu senken. Trotz Diskussionen über strengere Maßnahmen in anderen Regionen wie Hamburg betonen Verantwortliche, dass das Ziel für 2045 unverändert bleibe.

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NRW hat bereits Fortschritte bei der Emissionsreduzierung erzielt. Bis 2020 übertraf das Land sein ursprüngliches Ziel einer 25-prozentigen Senkung der Treibhausgase und erreichte stattdessen eine Reduktion um 39 Prozent. Nun liegt der Fokus auf der Modernisierung der Energieerzeugung, die nach wie vor stark von Kohle abhängt. Geplant ist der Bau von Gaskraftwerken, die später auf grünen Wasserstoff umgestellt werden können. Der Bedarf wird auf etwa fünf Gigawatt geschätzt – deutlich weniger als die von Berlin vorgeschlagenen 20 Gigawatt.

Um die Klimaziele zu erreichen, setzt NRW auf den Ausbau erneuerbarer Energien, die Steigerung der grünen Wasserstoffproduktion und die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Zudem soll der öffentliche Verwaltungssektor bis 2030 klimaneutral arbeiten. Mona Neubaur, Wirtschafts- und Klimaschutzministerin, stellte jedoch klar, dass das jüngste Hamburger Bürgerentscheid über strengere Klimaregeln keine direkte Auswirkung auf NRW habe.

Umweltverbände im Land befürworten zwar eine Aktualisierung des Klimaschutzgesetzes, erwarten aber keine Änderungen am Zieltermin 2045. Die schwarz-grüne Koalition hält am bestehenden Zeitplan fest, auch wenn Parteien wie die Grünen und die FDP unterschiedliche Positionen zur Hamburger Vorgehensweise vertreten.

NRWs Strategie kombiniert den Ausbau erneuerbarer Energien, Investitionen in Wasserstoff und energieeffiziente Modernisierungen, um die Ziele zu erreichen. Die Landesregierung bleibt bei ihrem Vorhaben, bis 2045 klimaneutral zu werden, und versucht dabei, industrielle Anforderungen mit langfristiger Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Gaskraftwerke sollen als Übergangslösung dienen, mit der Option einer späteren Umstellung auf grünen Wasserstoff.

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