13 June 2026, 16:22

Reul greift Fußballvereine an: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans

Reul kritisiert Fußballclubs wegen der Behandlung von Stadionrowdys

Reul greift Fußballvereine an: Zu lasch gegen Stadionrowdys und Ultra-Fans

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kritisiert Fußballvereine wegen ihres Umgangs mit Stadionrowdys

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, hat sich scharf gegen Fußballvereine geäußert und deren Vorgehen gegen Gewalttäter in Stadien bemängelt. Viele Clubs handelten seiner Meinung nach nicht konsequent genug – aus Sorge, ihre eigenen Ultra-Fans zu verprellen.

Reul warf den Vereinen vor, zögerlich bei der Identifizierung und Verfolgung von Störern zu sein. Diese Zurückhaltung führen er auf die Angst vor Reaktionen der besonders engagierten Fangruppen zurück.

Auch die Frage der Stadion-Sicherheitskosten thematisierte der Minister. Er betonte, dass die Gewährleistung von Sicherheit eine staatliche Aufgabe sei und nicht den Vereinen als private Last aufgebürdet werden dürfe. Unverständlich sei für ihn, dass die Kostenfrage in dieser Debatte überhaupt noch diskutiert werde.

Als mögliche Lösung schlug Reul vor, Vereine bei überlangen Verzögerungen in Gerichtsverfahren mit Strafen zu belegen. Zudem plädierte er dafür, Clubs auf andere Weise stärker in die Verantwortung zu nehmen, wenn sie bei der Ahndung von Verstößen versagen.

Reuls Äußerungen spiegeln die anhaltenden Spannungen zwischen Behörden und Fußballvereinen in Sachen Sicherheit und Disziplin wider. Seine Vorschläge zielen darauf ab, die Clubs zu härterem Durchgreifen gegen Fehlverhalten in Stadien zu bewegen. Die Diskussion, wer für Sicherheit und Durchsetzung verantwortlich ist, bleibt jedoch weiter umstritten.

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