17 June 2026, 17:45

Rindfleischpreise fallen erneut – doch Verbraucher zahlen mehr als je zuvor

Rindfleischpreise sink erneut f"ur Bauern - D"oner bleibt teuer

Rindfleischpreise fallen erneut – doch Verbraucher zahlen mehr als je zuvor

Die Preise für Rindfleisch sind erneut gesunken – bereits das zweite Mal in Folge. Landwirte in Nordrhein-Westfalen erhalten für fast alle Kategorien niedrigere Erlöse, während Schlachthöfe weitere Kürzungen durchsetzen wollen. Trotz teilweise knapper Verfügbarkeit bleibt der Markt unter Druck.

Laut aktuellen Zahlen ist der Verbandspreis für Rinder aller Kategorien um 10 Cent gefallen. Die Schlachthöfe fordern zudem eine zusätzliche Senkung um 20 Cent pro Kilogramm Lebendgewicht. Dennoch hält sich das Angebot an Schlachtrindern in Grenzen, und bestimmte Produkte sind im Großhandel weiterhin knapp.

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Die aktuellen Preise variieren je nach Klasse und Typ: Jungbullen erzielen in der Handelsklasse R3 nun 6,80 Euro/kg, in O3 6,62 Euro/kg und in U3 6,85 Euro/kg. Für Schlachtrinder (Färsen) erhalten Landwirte in R3 6,50 Euro/kg und in O3 6,20 Euro/kg. Kühe der Klasse O3 bringen 6,15 Euro/kg, während R3-Kühe bei 6,20 Euro/kg liegen.

Die Verbrauchernachfrage hält mit den Preisschwankungen jedoch nicht Schritt. Der Absatz von Rindfleisch bleibt laut Landwirtschaftskammer schwach. Dennoch zahlten Verbraucher in den ersten Juliwochen 20,8 Prozent mehr für Rindfleisch als im Vorjahreszeitraum.

Die Marktsignale sind widersprüchlich: Während die Erzeugerpreise sinken und Schlachthöfe weitere Kürzungen anstreben, sind die Einzelhandelspreise für Verbraucher deutlich gestiegen – bei gleichzeitig schwacher Nachfrage. Die angespannte Verfügbarkeit prägt nach wie vor die Bedingungen für bestimmte Rindfleischkategorien.

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