19 March 2026, 16:41

Streiks im ÖPNV: Bielefelds Familien kämpfen um Schulwege ihrer Kinder

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Schulgeschwindigkeit 25 bei Kindern" auf weißem Hintergrund, erinnert Fahrer an Tempolimit in der Nähe von Schulen.

Streiks im ÖPNV: Bielefelds Familien kämpfen um Schulwege ihrer Kinder

Streiks im ÖPNV in Bielefeld bereiten Familien Probleme bei der Schulbeförderung

Die anhaltenden Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Bielefeld stellen viele Familien vor große Herausforderungen, ihre Kinder zur Schule zu bringen. Da zahlreiche Haushalte kein Auto besitzen oder von Alleinerziehenden geführt werden, kämpfen einige damit, die gesetzliche Schulpflicht einzuhalten. Nun hat der städtische Verkehrsbetrieb MoBiel Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu entlasten.

Der Streik am Freitag zwang Eltern, ihre Arbeitszeiten umzuorganisieren oder nach Alternativen für den Schulweg zu suchen. Einige forderten als vorübergehende Lösung Fernunterricht – doch das Bildungsministerium des Landes lehnt dies für alle Jahrgangsstufen ab. An der Gesamtschule Rosenhöhe prüfte das Lehrpersonal sogar Online-Unterricht für ältere Schüler:innen, musste jedoch feststellen, dass dies nicht gestattet ist.

Die Schulpflicht bleibt auch bei angekündigten Streiks bestehen. Ähnliche Regelungen gelten in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Berlin, wo Kinder nur dann zu Hause bleiben dürfen, wenn der Schulweg als unzumutbar eingestuft wird. MoBiel hat reagiert und priorisiert während der Ausfälle Schulverbindungen – dennoch sehen sich viele Familien weiterhin mit logistischen Problemen konfrontiert.

Einige Eltern argumentieren, dass Fernunterricht zumindest strukturierte Lernangebote während der Streiks bieten würde. Die Behörden bestehen jedoch darauf, dass Präsenzpflicht unverhandelbar ist – es sei denn, individuelle Umstände machen die Anreise unmöglich.

Die Streiks zeigen, wie stark berufstätige Familien belastet werden, wenn der öffentliche Verkehr ausfällt. Zwar sollen die Maßnahmen von MoBiel Abhilfe schaffen, doch die Eltern müssen weiterhin sicherstellen, dass ihre Kinder die Schule erreichen. Vorerst bleibt Fernunterricht keine Option – viele stehen damit vor der schwierigen Aufgabe, bei künftigen Ausfällen Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen.

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