22 March 2026, 14:36

Über 1.000 Menschen protestieren in Köln gegen Rassismus und Diskriminierung

Eine Gruppe von Menschen mit Masken, die eine Fahne halten, gehen eine Straße entlang, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Pfosten, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Über 1.000 Menschen protestieren in Köln gegen Rassismus und Diskriminierung

Über tausend Menschen versammelten sich am Samstag in Köln, um gegen Rassismus zu protestieren. Die Demonstration fand anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung der Rassendiskriminierung statt und wurde vom Bündnis "Köln stellt sich quer" organisiert. Die Teilnehmenden trugen Fahnen und Schilder, auf denen sie ein Ende der Diskriminierung forderten, während sie durch die Stadt zogen.

Der Auftakt der Kundgebung war am Sudermannplatz, von wo aus sich die Menge über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz in Bewegung setzte. Unter den Demonstrant:innen befand sich auch ein Wagen des satirischen Künstlers Jacques Tilly, der für seine scharfe Kritik an rechtsextremen Gruppen wie der AfD bekannt ist. Die Veranstaltung war Teil einer breiteren Initiative lokaler Gruppen, darunter "Nazis raus!" und "Kein Vergessen – Demo für Demokratie", die sich gegen Rassismus in der Region engagieren.

Die Polizei hatte zunächst mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet – orientiert an den Besucherzahlen vergangener Jahre. In den letzten Jahren zogen Anti-Rassismus-Proteste in Köln zwischen 5.000 und 20.000 Menschen an, mit einem Höchststand von 15.000 bei der Demonstration "Nie wieder ist jetzt" im Juni 2024. Am Samstag blieb die Beteiligung jedoch hinter den Erwartungen zurück: Schätzungen zufolge nahmen etwas mehr als 1.000 Personen teil.

Das Bündnis "Köln stellt sich quer" hatte die Kölner:innen aufgefordert, sich der Demonstration anzuschließen, um Solidarität gegen rassistische Ungerechtigkeit zu zeigen. Ähnliche Aufrufe kamen von der Bonner Allianz gegen Rassismus und lokalen Antifa-Gruppen, die in den vergangenen fünf Jahren regelmäßig Proteste organisiert haben.

Die Kundgebung endete am Rudolfplatz, wo Redner:innen zu den Anwesenden sprachen. Zwar blieb die Teilnehmerzahl unter den Prognosen, doch die Veranstaltung knüpfte an Kölns Tradition an, sich öffentlich gegen Rassismus zu stellen. Organisator:innen und Teilnehmende nutzen solche Zusammenkünfte immer wieder, um für mehr Bewusstsein und politische Veränderungen zu werben.

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