22 March 2026, 06:34

Veloroute 2 in Solingen: Warum 270 Parkplätze für massive Proteste sorgen

Stadtstraße mit parkenden Autos, Gebäuden, Laternen, Bäumen und einer Sperre mit Fahrzeugen und Fürdernden im Vordergrund.

Veloroute 2 in Solingen: Warum 270 Parkplätze für massive Proteste sorgen

Pläne für die neue Radroute Veloroute 2 in Solingen stoßen auf massiven Widerstand – sowohl bei lokalen Unternehmen als auch bei der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT). Im Mittelpunkt der Kritik steht der Wegfall von über 270 Parkplätzen, davon allein mehr als 200 entlang der Merscheider Straße. Gegner des Projekts werfen der Stadt vor, keine praktikablen Alternativen für Kunden, Lieferverkehr oder den öffentlichen Nahverkehr geschaffen zu haben.

Die geplante Veloroute 2 würde rund 270 Stellplätze in ganz Solingen beseitigen, darunter über 70 in der Nähe des City-Rings und mehr als 200 an der Merscheider Straße. Die MIT Solingen, vertreten durch ihre Vorsitzende Gerlinde Steingrüber, betont, dass bequeme Parkmöglichkeiten für Einzelhändler und Dienstleister unverzichtbar seien. Ohne sie befürchten Ladenbesitzer sinkende Kundenfrequenzen, Umsatzeinbußen und damit verbundene Arbeitsplatzrisiken.

Zudem kritisiert die MIT, dass die Stadt auf eine umfassende Bürgerbeteiligung verzichtet habe – weder Anwohner noch Unternehmen seien angemessen in die Planung einbezogen worden. Ein weiteres Problem sieht der Verband in möglichen Beeinträchtigungen des Busverkehrs, da die Radroute an mehreren Haltestellen vorbeiführt. Hier drohten Verspätungen im ÖPNV.

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Die MIT fordert die Politik nun auf, die Pläne grundlegend zu überarbeiten. Gefragt sei ein ausgewogener Kompromiss, der den Radverkehr fördere, ohne den lokalen Handel zu gefährden oder den Verkehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmer zu behindern.

Die Diskussion um die Veloroute 2 hat die Parkplatzfrage zum zentralen Streitpunkt gemacht. Da es keine klaren Ersatzlösungen für die wegfallenden Flächen gibt, warnen Unternehmen vor wirtschaftlichen Schäden für das Ohliger Stadtzentrum. Die Stadtverwaltung hat diese Bedenken in ihren aktuellen Entwürfen bisher nicht ausreichend berücksichtigt.

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