Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs zu Bewährungsstrafe verurteilt
Paulina MangoldSuspendierte Strafe für Vermögensverwalter wegen hochspekulativer Investments - Vermögensverwalter wegen Millionenbetrugs zu Bewährungsstrafe verurteilt
Ein Vermögensverwalter ist zu einer längeren Bewährungsstrafe verurteilt worden, als die Staatsanwaltschaft gefordert hatte, nachdem er Kunden um mehr als zwei Millionen Euro betrogen hatte. Das Amtsgericht Münster in Nordrhein-Westfalen verkündete am Freitag sein Urteil, nachdem der Angeklagte ein Geständnis abgelegt hatte und wegen mehrfacher Betrugsdelikte angeklagt war.
Der Verwalter gab zu, Kundengelder für hochriskante Investitionen verwendet zu haben, um eigene Verluste auszugleichen. Diese Spekulationen brachen 2021 zusammen und vernichteten so das Vertrauen der Anleger – und ihr Geld. Die Behörden erhoben später Anklage wegen 39 Fällen von Betrug.
Die Staatsanwaltschaft Nordrhein-Westfalen hatte eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten beantragt. Das Gericht verlängerte diese jedoch angesichts der Schwere der Taten. Zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung waren bereits zwei Monate der Strafe verbüßt worden.
Der Fall endet mit einer Bewährungsstrafe, die über dem ursprünglich von der Anklage geforderten Maß liegt. Durch das betrügerische Schema verloren die Kunden mehr als zwei Millionen Euro. Das Geständnis und die Anklageschrift des Verwalters umfassten fast 40 einzelne Vorfälle finanziellen Fehlverhaltens.






