27 March 2026, 16:32

Böhmermanns provokante Kunstschau stellt die Gesellschaft auf die Probe

Ein leuchtend gelbes Plakat für den Salon de Humorist in Paris mit fetter schwarzer Schrift und einer bunten Illustration eines Mannes in Anzug und Hut, der einen Stock hält und von Sternen und einem Halbmond umgeben ist.

Böhmermanns provokante Kunstschau stellt die Gesellschaft auf die Probe

Eine provokante neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" hat der Satiriker Jan Böhmermann gemeinsam mit seinem Kollektiv Royal eine Ausstellung konzipiert, die bis zum 19. Oktober 2023 im Haus der Kulturen der Welt zu sehen ist. Mit mutigen Installationen und scharfsinnigen Kommentaren zu zeitgenössischen Themen fordert die Schau ihre Besucher heraus.

Schon der Einstieg setzt einen ungewöhnlichen Ton: Eine feierliche Frauenstimme singt "Land of the Free" zur Melodie der US-Nationalhymne, während der Klang den Eingangsbereich erfüllt. Bevor es weitergeht, müssen die Gäste ihre Handys abgeben – Aufnahmen sind strikt verboten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Inneren der Ausstellung werden Themen wie männliches Ego und toxische Männlichkeit auf provokante Weise thematisiert. Eine schlaffe, aufblasbare Freiheitsstatue treibt in einem Wasserbecken, ihr schlapper Körper ein krasser Kontrast zum ikonischen Symbol. Daneben richtet sich ein Fernrohr auf einen Spiegel, der den Blick ins Büro des benachbarten Bundeskanzlers freigibt. Eine Maschine zerfetzt alle 28 Minuten ein Stofftier – es sei denn, ein Besucher zahlt 20 Euro und fotografiert es, um es symbolisch zu "retten".

Weitere Exponate umfassen eine lebensgroße Büste des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl – vollständig aus Butter geformt. Ein "Indie-Kinder-TV-Garten" bietet Live-Auftritte und fügt der Ausstellung eine interaktive, chaotische Ebene hinzu. Die Veranstalter betonen, dass keine weiteren Künstler oder Gruppen offiziell an dem Projekt beteiligt sind und keine externen Partner aufgeführt werden.

Die Ausstellung ist bis Mitte Oktober täglich geöffnet. Die Besucher verlassen sie ohne Handy, dafür mit einer Reihe beunruhigender Bilder im Kopf. Durch die Mischung aus Satire, Zerstörung und Spektakel bleibt "Die Möglichkeit der Irrationalität" zweifellos unvergessen.

Quelle