Warum Misstrauen gegen Institutionen die AfD stärkt – eine überraschende Analyse
Evelin KostolzinWarum Misstrauen gegen Institutionen die AfD stärkt – eine überraschende Analyse
Der Soziologe Aladin El-Mafaalani hat untersucht, warum Misstrauen gegenüber Institutionen rechtspopulistische Bewegungen wie die AfD befeuert. In seinem neuen Buch "Gemeinschaften des Misstrauens" analysiert er, wie sich Menschen von Gerichten, Wissenschaft und Medien abwenden. Diese Entwicklungen, so seine These, tragen maßgeblich zum Aufstieg populistischer Figuren und Parteien weltweit bei.
El-Mafaalani konzentriert sich in seiner Forschung auf Gruppen, die etablierte Institutionen ablehnen. Er beschreibt, wie digitale Medien es misstrauischen Einzelpersonen ermöglichen, sich zu vernetzen und zu organisieren. Zum ersten Mal können diese "Gemeinschaften des Misstrauens" ihre Überzeugungen gemeinsam verstärken – und vertrauen dabei nur einander sowie politischen Kräften, die das System ablehnen.
Seine Arbeit widerlegt die Annahme, dass die Aufdeckung von Versagen der AfD deren Unterstützung schwächen würde. Selbst wenn die Partei in der Regierung enttäusche, warnt er, könnten ihre Wähler der Demokratie weiterhin misstrauen. Das Buch verknüpft diese Trends zudem mit größeren politischen Verschiebungen, etwa dem Aufstieg von Figuren wie Donald Trump.
Allerdings liefert die Analyse keine konkreten Details zu den digitalen Strategien der AfD in den vergangenen fünf Jahren. In den zitierten Quellen finden sich weder Fallbeispiele noch Studien zu deren Social-Media-Taktiken.
El-Mafaalanis Erkenntnisse deuten darauf hin, dass herkömmliche Reaktionen auf Populismus oft ins Leere laufen. Seine Einsichten sollen Politikern und Institutionen helfen, wirksamere Wege im Umgang mit dem wachsenden Misstrauen zu entwickeln. Das Buch bietet einen analytischen Rahmen, um zu verstehen, warum bestimmte Wähler rechtspopulistischen Bewegungen treu bleiben – unabhängig von deren tatsächlichen Erfolgen.






