11 April 2026, 04:30

Merz-Reform krempelt Grundsicherung 2026 radikal um – was sich für Betroffene ändert

Plakat mit Text und Logo, das Amerikaner sparen $5,5 Milliarden jährlich durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung zur Reduzierung von Überziehungs- und Scheckgebühren.

Merz-Reform krempelt Grundsicherung 2026 radikal um – was sich für Betroffene ändert

Ab 2026 treten unter der Regierung Merz tiefgreifende Änderungen am deutschen Grundsicherungssystem in Kraft. Die Reform beseitigt die bisherige Schonfrist für Vermögenswerte und verschärft die Anspruchsvoraussetzungen – viele Kommunen stehen den Pläne skeptisch gegenüber.

Ab dem kommenden Jahr werden nahezu alle Ersparnisse – ob Bargeld, Aktien oder private Kapitalanlagen – auf die Bedürftigkeit angerechnet, sofern sie nicht ausdrücklich für einen bestimmten Zweck zurückgelegt wurden. Bisher gab es für Antragstellende eine Karenzzeit, bevor Vermögen geprüft wurde; diese entfällt nun.

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Die Neuregelungen kürzen zudem den geschützten Vermögensfreibetrag und knüpfen ihn direkt an das Alter: Unter 20-Jährige dürfen nur noch 5.000 Euro behalten, ab 21 Jahren sind es 10.000 Euro. Die Grenze steigt leicht auf 12.500 Euro für Menschen ab 41 Jahren und auf 15.000 Euro für Antragstellende ab 51 Jahren. Folge: Ein 43-jähriger Single mit 14.000 Euro Ersparnis hat künftig keinen Anspruch mehr auf Leistungen.

Eine weitere zentrale Neuerung ist die sofortige Verpflichtung zum Umzug für eine Arbeitsstelle – und zwar ab dem ersten Tag der Jobsuche. Bisher hatten Arbeitsuchende mehr Zeit, bevor sie für einen Job den Wohnort wechseln mussten.

Durch die strengeren Regeln werden weniger Menschen Anspruch auf Grundsicherung haben, da Ersparnisse nun schärfer geprüft werden. Kommunen warnen vor den Folgen der Reform, insbesondere für sozial Schwache. Die Änderungen treten mit der Einführung des neuen Systems 2026 vollständig in Kraft.

Quelle